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21.01.2010

16:03 Uhr

Filialschließungen

Schlecker wälzt gesamtes Geschäftsmodell um

Zum ersten Mal hat Schlecker öffentlich eingeräumt, dass es geschäftlich deutlich abwärts geht. Seit 2004 würde die größte deutsche Drogeriekette in Deutschland an Umsatz verlieren. Schlecker will nun rund 500 Filialen schließen und alles auf den Kopf stellen.

Bei Schlecker bleibt kaum ein Stein auf dem anderen. Quelle: dpa

Bei Schlecker bleibt kaum ein Stein auf dem anderen.

HB HAMBURG. Firmeninhaber Anton Schlecker kündigte im "Manager Magazin" an, "dass wir unser gesamtes Geschäftsmodell umwälzen müssen". So solle es statt der bisher üblichen kleinen und engen Läden künftig mehr große Märkte geben. Schlecker sagte, er wolle "dieses Jahr etwa 500" kleine Läden schließen. Insgesamt hat die Kette mehr als 10 000 Geschäfte. "Wir investieren derzeit klotzig", sagte Schlecker.

Nach seinen Angaben betreibt type="person" value="Schlecker, Anton">Schlecker bereits 250 größere sogenannte XL-Märkte. Insgesamt hat die Kette 13 200 Läden in zwölf Ländern in Europa. Laut "Manager Magazin" schrumpft das Kerngeschäft Drogeriewaren seit 2004 und schreibt Verluste. Anton Schlecker sagte zur Gewinnlage, er nehme zu diesen Zahlen "keine Stellung".

Schlecker äußerte sich auch zu Vorwürfen, er beute Mitarbeiter aus. Der Firmenchef wies die Behauptung zurück, dass sein Unternehmen Minilöhne von nur 6,50 Euro pro Stunde zahle. Schlecker sagte: "Wir haben diesen Betrag mal angedacht, aber davon ist jetzt keine Rede mehr."

Es geht bei dem Streit um die Auslagerung von Stammpersonal in das Zeitarbeitsunternehmen Meniar, wodurch die Stundenlöhne der Beschäftigten sinken. Meniar hat Schlecker laut Bericht selbst 2009 gegründet. Diese Firma, so Schlecker, "wendet seit 2010 die zwischen den DGB-Gewerkschaften und dem Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen ausgehandelten Tarife an".

Kommentare (1)

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MS

22.01.2010, 01:14 Uhr

Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht, auch wenn er dann die Wahrheit spricht.

Nach meinem Kenntnisstand sind sowohl Herr als auch Frau Schlecker vorbestraft, da Sie der belegschaft versichert hatten Tariflöhne zu zahlen ohne dies getan zu haben.

Aus meiner Sicht gibt es gegen die langjährigen Schlecker-Methoden nur eine Lösung:

Sein Geld in einem arbeitenden Drogiemarkt auszugeben.

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