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10.04.2006

13:06 Uhr

Filialverkäufe

Edeka zieht sich aus Osteuropa zurück

Deutschlands größter Lebensmittelhändler Edeka hat seine elf restlichen Filialen in Tschechien verkauft. Damit zog das Unternehmen einen Schlussstrich unter sein Engangement in Osteuropa. Nun steht das Geschäft in Österreich auf dem Prüfstand.

HB DÜSSELDORF. Edeka habe die Filialen an die Prager Firma Pramen CZ veräußert, bestätigte eine Sprecherin des Hamburger Lebensmittelriesen am Montag entsprechende Medienberichte vom Wochenende. Grund sei die zunehmende Wettbewerbsintensität, die fast schon das Niveau im deutschen Heimatmarkt erreicht habe.

Mitte Februar hatte Edeka bereits 27 Märkte in Tschechien an die britische Einzelhandelskette Tesco verkauft. 2005 hatte die Hamburger Gruppe in Tschechien noch 47,9 Mill. Euro Umsatz gemacht. In Polen ist Edeka bereits seit 2001 nicht mehr vertreten.

„Wir haben auch Österreich auf den Prüfstand gestellt und Russland,“ sagte die Sprecherin. In Österreich kam Edeka zuletzt auf einen Umsatz von rund 5 Mrd. Euro und ist die Nummer fünf im Markt. Marktführer ist dort die Einzelhandelskette Billa, die zur Kölner Rewe-Gruppe gehört. In Russland ist Edeka über ihre Tochter AVA (Marktkauf) vertreten.

„Unsere Strategie ist, das Kerngeschäft in Deutschland zu stärken und mit aller Kraft auszubauen,“ begründete die Sprecherin den Rückzug aus Osteuropa. In Deutschland ist die Edeka-Gruppe, zu der neben der AVA auch Spar und der Netto Marken-Discount gehören, einer der größten Arbeitgeber mit 249 000 Mitarbeitern.

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