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19.06.2013

12:56 Uhr

Finanzierungsrunde

Shoppingseite Fab sammelt 150 Millionen Dollar ein

Der Versandhändler Fab orientiert sich nach Asien. In einer Finanzierungsrunde steigen unter anderem das chinesische Unternehmen Tencent und die japanische Firma Itochu ein. Mit dem Geld will Fab Abläufe verbessern.

Kisten des Shoppingportals Fab.com. 150 Millionen einzusammeln sei fast wie ein nicht öffentlicher Börsengang, sagt Chef Jason Goldberg. dpa

Kisten des Shoppingportals Fab.com. 150 Millionen einzusammeln sei fast wie ein nicht öffentlicher Börsengang, sagt Chef Jason Goldberg.

BerlinDer Online-Händler Fab.com hat in einer neuen Finanzierungsrunde 150 Millionen Dollar von Investoren eingesammelt und orientiert sich damit Richtung Asien. Das chinesische Internetunternehmen Tencent steige neu ein, sagte Fab-Mitgründer und Chef Jason Goldberg. „Wir haben besonders nach strategischen Investoren gesucht, nach Firmen die uns helfen können unsere Vision voranzutreiben und Fab in neue Märkte zu bringen“, sagte er. Die japanische Firma Itochu und die US-Risikokapitalgeber Andreessen Horowitz gehören Goldberg zufolge ebenfalls zu den Investoren. Damit wird Fab mit einer Milliarde Dollar bewertet, wie eine Sprecherin sagte.

Fab verkauft online Kleidung, Schmuck, Möbel und andere Designer-Artikel. Das Unternehmen eröffnete jüngst eine neue Europazentrale in Berlin für 250 Mitarbeiter. Das Europageschäft, im Februar 2012 gestartet, mache inzwischen 40 Prozent des weltweiten Umsatzes aus, sagte Goldberg. Weltweit peile er für 2013 einen Umsatz von 200 bis 300 Millionen Dollar an. Kulturelle Hindernisse für eine Expansion nach Asien sieht er nicht: „Design ist universell“. Er könne sich vorstellen, dass Fab künftig größtenteils identische Produkte anbiete, mit 5 bis 10 Prozent Abweichung „basierend auf dem lokalen Markt“.

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Design in jeder Preisklasse will der Online-Shop Fab.com bieten.

Das frische Geld soll unter anderem dafür verwendet werden, Lieferzeiten zu verkürzen, neue Produkte einzukaufen und Umschlagzentren in den Niederlanden und in Las Vegas zu eröffnen. Druck zu einem Börsengang verspürt Goldberg nicht. „150 Millionen einzusammeln ist fast wie ein nicht-öffentlicher Börsengang“, sagte er. „Wir haben uns entschlossen, dieses Geld zu sammeln um die Zeit und Ressourcen zu haben, unsere Firma auf lange Sicht zu lenken.“

Von

dpa

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