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09.08.2012

11:05 Uhr

Finanzmakler

Sparkurs von MLP zahlt sich aus

Nach Millionenverlusten im Vorjahreszeitraum kann der Finanzvermittler wieder einen Gewinn vorweisen. Besonders beim Vermögensmanagement fragten die Kunden mehr Leistungen der Wieslocher nach.

Die Unternehmenszentrale des Finanzdienstleisters Marschollek, Lautenschläger und Partner AG (MLP) in Wiesloch. dpa

Die Unternehmenszentrale des Finanzdienstleisters Marschollek, Lautenschläger und Partner AG (MLP) in Wiesloch.

StuttgartDer Finanz- und Versicherungsmakler MLP hat dank seines 2011 aufgelegten Sparprogramms den Gewinn im zweiten Quartal dieses Jahres deutlich gesteigert. Das operative Ergebnis (Ebit) lag in den Monaten April bis Juni bei 3,1 Millionen Euro nach einem Verlust von 6,8 Millionen Euro vor Jahresfrist, wie der auf die Beratung von Hochschulabsolventen spezialisierte Makler am Donnerstag in Wiesloch bei Heidelberg mitteilte. Auch nach Steuern verdiente MLP mit 0,8 Millionen Euro wieder Geld, im Vorjahreszeitraum war ein Nachsteuerverlust von 4,4 Millionen Euro angefallen.

Die vor allem aus Provisionszahlungen stammenden Erlöse legten ebenfalls zu und stiegen um drei Prozent auf 112,3 Millionen Euro, da die knapp 805.000 Kunden vor allem in der Sparte Vermögensmanagement mehr Leistungen nachfragten. Mit dem um 24 Millionen Euro gesunkenen Fixkostenblock ist MLP sicher, sein vor Jahren gestecktes operatives Margenziel von 15 Prozent am Ende dieses Jahres zu erreichen.

MLP verspricht sich von der zweiten Jahreshälfte 2012 eine „deutliche Belebung“ seiner Geschäfte. Vor allem die Vermittlung von Altersvorsorge- und Krankenversicherungs-Policen werde zulegen, sagte Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. Er rechne damit, dass die Geschäftsbelebung stärker als saisonal üblich und damit auch kräftiger als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres ausfalle.

Vor allem die vom Gesetzgeber vorgesehene diskriminierungsfreie Neuordnung der Versicherungstarife („Unisex“) werde sich positiv auswirken. Versicherungs-Policen dürfen künftig nicht mehr das Geschlecht zur Bestimmung von Risiken berücksichtigen: Das wird Auswirkungen auf die Höhe künftiger Versicherungspolicen haben, da Männer statistisch gesehen im Straßenverkehr mehr Unfälle verursachen und Frauen deutlich länger leben. Für Männer lohne es sich daher, vor Jahresende in der Krankenversicherung und Pflegeversicherung über einen Vertragsabschluss zu den noch günstigeren Konditionen nachzudenken, sagte der MLP-Chef.

Kommentare (4)

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Treffer48484

09.08.2012, 11:10 Uhr

Es bleibt die Frage, wann man einen Finanzvertrieb überhaupt braucht.

Finanz-Vertriebe sind für den Kunden erst einmal sehr teuer. Sehr, sehr teuer....

95 % der "Besser-Verdiener" - die ja in der Regel in teuren Städten wohnen - sind gut bedient, wenn sie es schaffen bis zum Rentenbeginn, ein entschuldetes Eigenheim zu schaffen. In Städten wie München kostet das Haus schnell mal über eine Million Euro.

So, wenn man auf dem Arbeitsmarkt wirklich der „gesuchte Spezialist“ ist, ja dann wird sich auch der Arbeitgeber um die „Betriebsrente“ kümmern. Am besten per Direktzusage, wie bei den meisten Großunternehmen und im öffentlichen Dienst absolut üblich. Kostenfrei für den Mitarbeiter….

Die Ausbildung der Kinder kostet auch….

Dann vielleicht ein „Polster“ von Euro 50.000 für alle Fälle.

So, wenn dann noch was Nennenswertes übrig bleibt, kann man über eine Beartung nachdenken.

Aber warum früher? Und warum ohne Kostenverhandlung/Kostenvergleich…

Franz

09.08.2012, 12:21 Uhr

Das sehe ich genauso, es gibt inzwischen einige Internetdienste wie "zuwax" die Vermittler und Provisionen überflüssig machen. Wer allerdings weiter die Hellseher um MLP, AWD und Co. in Anspruch nimmt und diese auch fürstlich und durch meist versteckte Gebühren und damit geringere Wertsteigerungen bezahlt, dem ist nicht zu helfen.

gregorius007

09.08.2012, 12:41 Uhr

ich empfehle in diesem zusammenhang:

http://www.finanzparasiten.de/

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