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22.04.2014

15:47 Uhr

Flaute bei Fastfood-Kette

Kunden geben McDonald's einen Korb

Vielleicht sind die US-Amerikaner die Produktpalette des bisher größten Fastfood-Restaurants einfach leid: Sie meiden die McDonald's-Filialen. Das bekommt der Riese unter den standardisierten Schnellimbissen zu spüren.

The Big M is slightly wobbeling: McDonald's, hier mit einer Filiale in Robinson Township im Bundesstaat Illinois, bekommt die flaue Nachfrage in der Heimat zu spüren. ap

The Big M is slightly wobbeling: McDonald's, hier mit einer Filiale in Robinson Township im Bundesstaat Illinois, bekommt die flaue Nachfrage in der Heimat zu spüren.

New York/Oak BrookMcDonald's Durststrecke hält an: Im ersten Quartal gingen nicht nur weniger US-Amerikaner in die Fast-Food-Tempel. Das Unternehmen verspürte nach eigenen Angaben auch eine „anhaltende Schwäche in Deutschland“. Genaue Zahlen für das Geschäft hierzulande nannte McDonald's am Dienstag jedoch nicht.

Die Nummer eins unter den Schnellrestaurant-Anbietern kämpft schon seit einiger Zeit mit einem Kundenschwund. Auf dem wichtigen Heimatmarkt lag dies an einem strengen Winter und einer starken Konkurrenz anderer Fast-Food-Ketten. In Deutschland müssen „Big Mac“ und „Chicken McNuggets“ mit Snacks vom Bäcker mithalten.

Dank Neueröffnungen von Läden und teurerer Bestellungen durch die Kunden konnte McDonalds seinen Umsatz letztlich noch um 1 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar (4,8 Milliarden Euro) steigern. Der Gewinn schrumpfte jedoch gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf unterm Strich 1,2 Milliarden Dollar.

Die größten Konsumgüterhersteller der Welt

Platz 10

Tyson Foods

Umsatz 2012: 33,3 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus vier Prozent

Operative Marge (2012): vier Prozent

Quelle: OC&C

Platz 9

Archer Daniels Midland

Umsatz 2012: 34,7 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus sechs Prozent

Operative Marge (2012): zwei Prozent

Platz 8

Mondelez (ehemaliges Auslandsgeschäft von Kraft Foods)

Umsatz 2012: 35 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: minus zwei Prozent

Operative Marge (2012): 15 Prozent

Platz 7

JBS

Umsatz 2012: 37,3 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus 24 Prozent

Operative Marge (2012): vier Prozent

Platz 6

AnheuserBusch Inbev

Umsatz 2012: 39,8 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus zwei Prozent

Operative Marge (2012): 34 Prozent

Platz 5

Coca-Cola

Umsatz 2012: 47,9 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus drei Prozent

Operative Marge (2012): 24 Prozent

Platz 4

PepsiCo

Umsatz 2012: 65,5 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: minus zwei Prozent

Operative Marge (2012): 14 Prozent

Platz 3

Unilever

Umsatz 2012: 66 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus zehn Prozent

Operative Marge (2012): 14 Prozent

Platz 2

Procter & Gamble

Umsatz 2012: 83,7 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus drei Prozent

Operative Marge (2012): 18 Prozent

Platz 1

Nestlé

Umsatz 2012: 98,4 Milliarden Dollar

Veränderung gegenüber 2011: plus zehn Prozent

Operative Marge (2012): 16 Prozent

Die US-Verbraucher machen immer öfter einen Bogen um McDonald's. Insbesondere in US-Restaurants, die schon länger als ein Jahr in Betrieb sind, ging der Umsatz unerwartet stark zurück. Besser lief es dagegen in Europa und Asien. Weltweit setzte McDonald's auf vergleichbarer Basis 0,5 Prozent mehr um als vor Jahresfrist.

Der Konzern will nun vor allem die vier Kernmärkte wieder auf Vordermann bringen, die nach wie vor schwächeln. Dazu zählen neben den USA und Deutschland auch Australien und Japan. Nach den Worten von Konzernchef Don Thompson muss sich McDonald's weiterentwickeln, „um eine relevante und vertrauenswürdige Marke“ zu bleiben.

Die Fast-Food-Kette versucht, mit neuen Angeboten die Gäste zu locken, etwa mit mehr Frühstücksauswahl oder Salaten. Zugleich stößt McDonald's in neue Märkte vor. So machte im Februar die erste Filiale in Vietnam auf. Bestehende Restaurants sollen modernisiert werden.

McDonald's muss sich immer wieder anhören, durch sein Essen zum Übergewicht bei vielen Menschen beizutragen. Hinzu kommt der Vorwurf, McDonald's und seine selbstständigen Restaurantbetreiber bezahlten ihre Mitarbeiter schlecht. Beschäftigte in drei US-Bundesstaaten hatten die Kette deswegen im März verklagt.

Kommentare (4)

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22.04.2014, 17:54 Uhr

Ich finde die Idee, Amiware allgemein zu boykottieren, absolut gut und richtig. Nicht nur die Burgerbuden, sondern alles, was mit amerikanischen Großkonzernen zu tun hat. Bevor der TTIP die Tore öffnet für all den Müll mit dem Sie uns dann überfluten.
Die Amerikaner zeigen uns immer nur eins, wie man es nicht machen sollte.

Account gelöscht!

22.04.2014, 19:32 Uhr

Sowas kann eben auch dabei herauskommen, wenn man es, wie MCD, aufs Taschengeld der kleinen Früchtchen abgesehen hat:
Außer dass die einen Scheiße finden werden die auch noch Fett daran.
Chapeau McDonald's ...

Account gelöscht!

22.04.2014, 20:17 Uhr

Abwarten, was uns Brüssel noch servieren wird mit dem vehement vorangetriebenen und verheimlichten Handelsabkommen. Ihr werdet euch noch wundern!

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