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22.09.2015

12:59 Uhr

Flüchtlingskrise

Bahn stellt Fernverkehr nach Budapest weiter ein

Bis zum 4. Oktober sollen keine Züge der Deutschen Bahn mehr nach Salzburg und Budapest rollen. Damit verlängert der Konzern die Unterbrechung. Grund sind die wieder eingeführten Grenzkontrollen.

Bis zum 4. Oktober gehen keine Züge nach Salzburg und Budapest. dpa

Ankunft von Flüchtlingen in München

Bis zum 4. Oktober gehen keine Züge nach Salzburg und Budapest.

Wien/BerlinAls Folge der Flüchtlingskrise bleibt der reguläre Zugverkehr zwischen München und Salzburg noch bis mindestens 4. Oktober eingestellt. Das teilten die Deutsche Bahn und die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) am Dienstag mit. Betroffen ist damit auch die sogenannte Railjet-Linie zwischen Budapest und München, die in Salzburg beginnt und endet.

Die Zugverbindung nach Salzburg war am 17. September wegen der wieder eingeführten Grenzkontrollen am Übergang von Österreich nach Deutschland unterbrochen worden.

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Der Flüchtlingsstrom nimmt kein Ende. Bahn-Chef Rüdiger Grube sieht das Unternehmen deshalb in einer besonderen Pflicht. Der Konzern fährt die Hilfesuchenden nicht nur – sondern kümmert sich auch um die Unterbringung.

Die Züge würden durch die Kontrollen so lange aufgehalten, dass die Bahn ihren Fahrplan nicht mehr einhalten könne, hieß es zur Begründung. Fahrgäste nach München müssten von Salzburg aus weiterhin mit dem Bus oder dem Taxi nach Freilassing fahren, da es keinen Schienenersatzverkehr gebe, sagte ÖBB-Sprecher Rene Zumtobel am Dienstag.

Am Montag waren laut Behördenangaben weitere 11.000 Flüchtlinge nach Österreich gekommen. 8600 von hätten in betreuten Notquartieren übernachtet, 800 weitere verbrachten in Sammelstellen, berichtete am Dienstag Gerry Foitik vom Österreichischen Roten Kreuzes. Das Zielland der meisten Flüchtlinge sei weiterhin Deutschland. Neben Bussen und Sonderzügen seien viele Migranten auch über die Grüne Grenze nach Deutschland weitergezogen.

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