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22.07.2015

12:10 Uhr

Flüchtlingskrise

Eurotunnel fordert Hilfe bei Sicherheitskosten

Immer mehr Flüchtlinge versuchen es nicht nur auf dem Seeweg nach Großbritannien – sondern auch darunter. Die Betreiber des Eurotunnels haben die französische und britische Regierung nun um Finanzhilfen gebeten.

Der Eurotunnel ist circa 50 Kilometer lang und verbindet die französische mit der britischen Küste. AFP

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Der Eurotunnel ist circa 50 Kilometer lang und verbindet die französische mit der britischen Küste.

ParisEurotunnel hat Frankreich und Großbritannien knapp zehn Millionen Euro für Sicherheitskosten wegen der Flüchtlingskrise in Calais in Rechnung gestellt. „Die Behörden unterschätzen die Lage“, sagte der Chef des Tunnel-Betreibers, Jacques Gounon, am Mittwoch in einer Telefonkonferenz bei der Vorlage der Zwischenbilanz. 13 Millionen Euro hat Eurotunnel nach eigenen Angaben im ersten Halbjahr für die Sicherheit ausgegeben – so viel wie im gesamten vergangenen Jahr.

In der französischen Hafenstadt Calais harren rund 3000 Menschen unter erbärmlichen Umständen aus. Jeden Tag versuchen Flüchtlinge, sich in die Züge und Lkw zu schmuggeln, die unter dem Ärmelkanal nach Großbritannien fahren.

Der Druck durch die Einwanderer in Calais habe im Juni zu Störungen des Verkehrs geführt, teilte Eurotunnel mit. Auch in der zweiten Jahreshälfte könne es zu Behinderungen kommen, zusätzliche Ausgaben für die Sicherheit könnten nötig werden. Großbritannien hat Eurotunnel nach Unternehmensangaben bereits 4,7 Millionen Euro für schärfere Sicherheitsmaßnahmen zugesagt.

Trotz der Schwierigkeiten ist Eurotunnel zuversichtlich, in diesem Jahr seinen Betriebsgewinn (Ebitda) auf 535 Millionen (2014: 498 Millionen) Euro zu steigern Im ersten Halbjahr stieg der Betriebsgewinn um neun Prozent auf 252 Millionen Euro. Der Umsatz legte vor allem dank der Erholung der britischen Wirtschaft ebenfalls um neun Prozent auf 649 Millionen Euro zu.

Von

rtr

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