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22.11.2012

16:05 Uhr

Flüge gestrichen

Ryanair ist Budapest nicht billig genug

Aufgrund der Preiserhöhung des Flughafenbetreibers in Budapest lässt Ryanair-Chef O'Leary ein Drittel der Flüge in die ungarische Hauptstadt streichen. Dabei wettert er auch gegen den teilhabenden Hochtief-Konzern.

Ryanair-Chef Michael O'Leary hat mal wieder den Rotstift angesetzt. dpa

Ryanair-Chef Michael O'Leary hat mal wieder den Rotstift angesetzt.

BudapestDer Billigflieger Ryanair kürzt die Zahl seiner Flüge vom Flughafen Budapest um ein Drittel. Dies sei Folge einer Preiserhöhung des Flughafenbetreibers, für die auch der deutsche Hochtief -Konzern Verantwortung trage, sagte Ryanair-Chef Michael O'Leary am Donnerstag in Budapest. Die Kosten in Budapest seien nun nicht mehr wettbewerbsfähig. Ryanair werde aber weiter knapp 170 Flüge pro Woche in Budapest starten und landen lassen.

Die größten europäischen Billigflieger

Platz 10

Wizz Air: 42 Flugzeuge

Die ungarische Fluglinie Wizz Air hat ihr Streckennetz vor allem in Osteuropa. In Deutschland fliegt sie mit ihren 42 Airbus A320 die Flughäfen in Dortmund, Frankfurt-Hahn, Köln/Bonn, Lübeck und Memmingen an.

Quelle: DLR Low-Cost-Monitor 1/2014 (Stand: Frühjahr 2014). Es wurden ausschließlich in Deutschland operierende Airlines in das Ranking aufgenommen.

Platz 9

Jet 2: 49 Flugzeuge

Die britische Billig-Airline Jet 2 gibt es erst seit dem Jahr 2002, trotzdem hat sie mit 49 Flugzeugen eine der größten Flotten unter den europäischen Billig-Airlines. Mit ihren 38 Boeing 737-Maschinen und elf Boeing 757 fliegt die Airline viele Urlaubsziele im Mittelmeer und außerdem New York City an.

Platz 8

Germanwings: 55 Flugzeuge

Die Lufthansa-Tochter bleibt in den Top Ten der europäischen Billigflieger. Germanwings kommt der Aufstellung zufolge auf 55 Flugzeuge in der Flotte. Weil die Lufthansa allerdings noch weitere Flugverbindungen und Maschinen an die Tochter abgibt, wird die Zahl der Flieger noch zunehmen.

Platz 7

Flybe: 59 Flugzeuge

Die britische Airline Flybe betreibt mit 37 Maschinen die größte Flotte an Bombardier Dash Q8-400 Maschinen weltweit. Dazu kommen 22 Flieger von Embraer. Flybe hat seinen Sitz in Southampton und fliegt in Deutschland die Flughäfen in Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover und Stuttgart an.

Platz 6

Vueling: 72 Flugzeuge

Die spanische Fluggesellschaft Vueling startete im Jahr 2004. Die Flotte der Billig-Airline besteht aus Flugzeugen der Typen Airbus A320 und A319. Der Billigflieger gehört mittlerweile zur International Airline Group (IAG), der Mutter von British Airways und Iberia. Die Flotte wächst weiter – auch dank der Übernahme von Iberia-Verbindungen.

Platz 5

Air Berlin: 88 Flugzeuge

Die Netzwerk-Airline Air Berlin ist ebenfalls im Ranking vertreten – mit Strecken, die als Low-Cost-Flüge gelten (siehe Hinweis). Die Fluggesellschaft hat 41 Airbus A319, A320 und A321, 46 Boeing 737 und eine ATR in der Flotte.
Hinweis: Das DLR spricht bei Air Berlin von einer „Grauzone“, in der mehrere Geschäftsmodelle Anwendung finden. In das Ranking wurden nur die bisherigen Low-Cost-Strecken der in Air Berlin aufgegangenen Fluggesellschaften aufgenommen. Bei der Flotte verhält es sich offenbar ähnlich. Die komplette Flotte von Air Berlin finden Sie hier.

Platz 4

Norwegian: 91 Flugzeuge

Zu Norwegian gehören 87 Boeing 737 und vier 787, viele davon sind mit Portraits berühmter skandinavischer Persönlichkeiten geschmückt. Norwegian gehört damit mittlerweile zu den großen im europäischen Luftraum.

Platz 3

HOP!: 102 Flugzeuge

Die Fluggesellschaft ist neu im Ranking – und schießt gleich auf Rang drei vor. Das hat einen einfachen Grund: Der Zusammenschluss mehrerer ehemaliger französischer Regionalflieger unter dem Dach der Air France bedient erst seit kurzem den deutschen Markt.

Platz 2

Easyjet: 197 Flugzeuge

Die britische Fluglinie Easyjet ist die Nummer zwei der Billigflieger in Europa. Zu der wachsenden Flotte gehören 138 Airbus A319 und 59 Airbus A320.

Platz 1

Ryanair: 297 Flugzeuge

Mit einer Flotte von mehr als knapp 300 Flugzeugen ist Ryanair unumstritten die größte Billig-Airline in Europa. Und die Flotte wird noch größer: Bei Boeing haben die Iren zuletzt 175 neue Flugzeuge bestellt.

Hochtief hält rund 49 Prozent der Anteile am Flughafen der ungarischen Hauptstadt. Dieser verfüge über ein "unabhängiges Management, das auch einmal die Preise erhöht", sagte ein Hochtief-Sprecher. Im Übrigen sei eine Reduzierung der Ryanair-Flüge im Zuge des Winterflugplans bereits erwartet worden. Dies sei für Billig-Fluggesellschaften nicht ungewöhnlich.
Ryanair hatte nach dem Zusammenbruch der ungarischen Gesellschaft Malev eine Basis für seine Maschinen in Budapest eingerichtet. O'Leary betonte nun, die Gesellschaft denke nicht an einen Rückzug aus Ungarn. Das Unternehmen setzt darauf, die Kosten des Flugbetriebs so niedrig wie möglich zu halten.

Hochtief hat seine Flughafensparte zum Verkauf gestellt. Der Konzern besitzt auch Beteiligungen an den Flughäfen in Düsseldorf, Hamburg, Athen, Tirana und Sydney.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

22.11.2012, 17:36 Uhr

Och, hat es Budapest begriffen, dass Ryanair nur Lokalpolitiker blenden kann und auf Kosten der Allgemeinheit seinen Flugbetrieb aufrecht erhält? Wenn ein Politiker später aufmuckt, dann droht Ryanair zu gehen und ein vom Volk finanzierter Flughafenneubau steht irgendwo in der Pampa rum. Klar, dann müsste der Politiker sich erklären und rechtfertigen, warum er ein Millionengrab gebaut hat. Das will er nicht, also wird Ryanair lustig weiter subventioniert. Auf Kosten von uns allen. Hurra, so was nennt man in der Natur einen Schmarotzer, wenn sich ein Organismus nicht alleine ernähren kann und auf einen Wirt angewiesen ist.

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