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18.05.2014

22:29 Uhr

„Flüge in die USA ab 10 Euro“

Ryanair will an nächster Luftfahrtkrise verdienen

Ryanair-Chef Michael O'Leary bläst wieder zum Angriff: Zwei der drei Golf-Fluglinien seien zum Scheitern verurteilt. Von sinkenden Preisen will Ryanair profitieren – und mit Niedrigstpreisen auf sich aufmerksam machen.

Stehplätze in den Fliegern, Toilettengebühren – alles PR-Gags vom Ryanair-Chef. Jetzt meint er es aber ernst. Sagt er. Reuters

Stehplätze in den Fliegern, Toilettengebühren – alles PR-Gags vom Ryanair-Chef. Jetzt meint er es aber ernst. Sagt er.

BerlinEuropas größter Billigflieger Ryanair bereitet sich auf die nächste Branchenkrise vor und will daraus Profit schlagen. Die erwartete Flaute soll dem irischen Konzern zum Einstieg ins Langstreckengeschäft verhelfen, wie Ryanair-Chef Michael O'Leary in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ sagte. Dies könne frühestens in fünf Jahren gelingen. Derzeit seien die erforderlichen Langstreckenmaschinen nicht erhältlich und noch zu teuer. „Wir müssen erst auf die nächste Krise warten, dann sinken die Preise wieder.“ Der Manager verwies auf gigantische Flugzeugbestellungen von Airlines aus den Emiraten.

Damit lehren der Air-Berlin -Partner Etihad sowie dessen Rivalen Emirates und Qatar Airways derzeit angestammten Fluglinien wie Lufthansa und Air France-KLM das Fürchten. Hier sieht O'Leary auch den Ausgang der von ihm vorausgesagten Branchenprobleme. „Drei Golfgesellschaften, die genau das gleiche Geschäftsmodell verfolgen, nämlich Passagiere über den Golf zu leiten - das kann nicht gutgehen“, erläuterte er. „Eine wird überleben, die anderen werden scheitern.“

O'Leary zufolge hat der Konzern bereits detaillierte Geschäftspläne für USA-Flüge in der Schublade. „Schon für zehn Euro wird es Tickets geben“, sagte er. „Dazu kommen natürlich Gebühren für Koffer, für das Essen an Bord, für den Videofilm“, fügte O'Leary hinzu und betonte, die Ankündigung sei ernst gemeint. Zugleich räumte er in dem Interview allerdings ein, dass frühere Vorschläge von ihm - etwa zu einem möglichen Kauf der Lufthansa, zu Stehplätzen in den Fliegern und Toilettengebühren - PR-Gags gewesen seien. Damals habe Ryanair als kleine Fluggesellschaft nicht viel Geld für Werbung gehabt. „Da müssen Sie viel Aufmerksamkeit erregen.“

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Dies habe Ryanair nun allerdings nicht mehr nötig. „Wir haben unsere Kommunikationsstrategie verändert“, sagte O'Leary, der durch derbe Sprüche gegen Kunden und Rivalen bekanntgeworden ist. Erneut gestand er ein, dass das Unternehmen „vielleicht früher zu barsch“ mit den Kunden umgegangen sei. Seit einigen Monaten bemüht sich Ryanair um einen Imagewandel und stockt dazu seine Marketingausgaben drastisch auf.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

19.05.2014, 08:16 Uhr

3 Golf Fluglinien ist tatsächlich etwas viel. Aber bevor davon welche pleite gehen, wird es in Europa bergab gehen.

Kann sogar sein das Quatar untergeht, aber Emirates ist Dubai, die werden vom Staat da erhalten. Ethihad wird über kurz oder lang Air Berlin verschlucken.

Die kostenvorteile der Golf Flieger durch den HUB da sind einfach nicht zu toppen. Da wird es eher die Lufthansa und die anderen Europäer erwischen.

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