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16.08.2014

12:26 Uhr

Flüge in Krisengebiete

Lufthansa-Mitarbeiter protestieren gegen Belastungen

Die Zahl der Krisengebiete nimmt zu, damit auch die Gefahr für Fluggesellschaften. Jetzt haben Kabinenmitarbeiter der Lufthansa in einem Protestschreiben ihren Ängsten und ihrem Ärger gegenüber dem Unternehmen Luft gemacht.

Die Lufthansa fliegt viele Regionen der Welt an, auch nicht ganz ungefährliche. Mitarbeiter zeigen sich besorgt. dpa

Die Lufthansa fliegt viele Regionen der Welt an, auch nicht ganz ungefährliche. Mitarbeiter zeigen sich besorgt.

Der Absturz der Malaysia Airline-Maschine über der Ukraine zeigte dramatisch die Bedrohung, der Fluggesellschaften und ihre Mitarbeiter ausgesetzt sind. Dazu kommen Gefahren etwa durch die Ebola-Epidemie. Nachdem auch Tel Aviv von Raketen der Hamas erreicht wurde, stoppten die Airlines für kurze Zeit die Flüge zu der israelischen Stadt. Erbil im Irak hat die Lufthansa vor wenigen Tagen vom Flugplan gestrichen.

Dennoch fühlen sich die Kabinenmitarbeiter der Lufthansa nachhaltig verunsichert. Von einer "tiefen Vertrauenskrise mit unserem Management" spricht gar die Personalvertretung in einem Schreiben an die Geschäftsführung, aus dem das Internetportal DerWesten.de zitiert. Angst lasse sich nicht per Knopfdruck abstellen.

Das sind die größten Airlines der Welt

Platz 10

Air China ist die zweitgrößte Fluggesellschaft der Volksrepublik – und die einzige zivile Linie, der es erlaubt ist, die chinesische Nationalflagge auf ihren Flugzeugen anzubringen.
Passagiere 2014: 54,58 Millionen

Platz 9

Die Lufthansa ist die größte deutsche Fluggesellschaft und befördert den Großteil ihrer Passagiere auf internationalen Flügen.
Passagiere 2014: 59,85 Millionen

Platz 8

Easyjet aus Großbritannien ist nach Ryanair die zweitgrößte Billigfluggesellschaft der Welt.
Passagiere 2014: 62,31 Millionen

Platz 7

China Eastern Airlines hat seine Basis in Shanghai, fliegt trotz des Namens nicht nur Ziele im Osten des Landes an, sondern ist sowohl in ganz China als auch internationale unterwegs.
Passagiere 2014: 66,17 Millionen

Platz 6

Die irische Billigfluggesellschaft Ryanair liegt im weltweiten Ranking auf Platz 6, in Europa ist aber keine Airline größer als das Unternehmen aus Dublin. Interessant: Ryanair bietet ausschließlich internationale Flüge an.
Passagiere 2014: 86,37 Millionen

Platz 5

American Airlines mit Sitz in Texas ist eine der ältesten Fluglinien der Welt, sie wurde bereits 1930 gegründet.
Passagiere 2014: 87,83 Millionen

Platz 4

Noch ein wenig älter ist United Airlines, ebenfalls aus den USA. Die Unternehmensgeschichte geht bis ins Jahr 1926 zurück.
Passagiere 2014: 90,44 Millionen

Platz 3

China Southern Airlines ist die größte Fluggesellschaft Asiens. Den Großteil ihrer Passagiere befördert die Airline auf Flügen innerhalb Chinas.
Passagiere 2014: 100,68 Millionen

Platz 2

Southwest Airlines aus den USA ist eine Billigfluggesellschaft mit Sitz in Dallas. 1967 gegründet, ist das Unternehmen Pionier des Billigflugsegments. Sie bietet fast ausschließlich Flüge innerhalb der USA an.
Passagiere 2014: 129,09 Millionen

Platz 1

Delta Air Lines gehört zu den drei verbliebenen traditionsreichen Linienfluggesellschaften in den USA. Ganz knapp verweist das Unternehmen die Southwest Airlines auf Rang zwei.
Passagiere 2014: 129,43 Millionen

Quelle: IATA

"Die Bereitschaft der einzelnen Crewmitglieder, in einer solchen von unserer Führung scheinbar erwarteten emotionalen On/Off-Grundhaltung noch weitere Belastungen auf uns zu nehmen, ist ausgereizt", heißt es laut DerWesten weiter. Bis die "Einsatzrücktrittsklausel" in Kraft gesetzt worden sei, bei der ängstliche Mitarbeiter aus ihrer Sicht heikle Flüge verweigern dürfen, sei eine "viel zu lange Zeit" vergangen. Die Geschäftsleitung habe sich "sehr schwer damit getan, zügig operationelle Entscheidungen zu treffen, die vor allem die Sicherheit unserer Crews im Fokus gehabt hätten".

Die Chefs des Kabinenpersonals, Wolfgang Kolhagen und Michael Knauf, weisen nach Angaben von DerWesten.de die Vorwürfe zurück. Sicherheit sei "das allererste Prinzip unserer Arbeit". Keine wirtschaftliche Erwägung könnte es rechtfertigen, ein unkalkulierbares Risiko für Crew und Passagiere einzugehen. Ängste seien verständlich, Bauchgefühle aber kein Ersatz für "relevante Fakten und Informationen" als Basis für Entscheidungen. Man vertraue der Abteilung für innere Konzernsicherheit. Die sei perfekt vernetzt.

jgr

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