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05.01.2009

15:39 Uhr

Flugbranche

Lufthansa setzt bei Alitalia zum Endspurt an

Im Rennen um eine Beteiligung an der neuen Alitalia setzen Lufthansa und Air France-KLM zum Endspurt an. Die französische Zeitung "Les Echos" berichtete am Montag, Air France habe signalisiert, ihr Angebot für einen Anteil von 25 Prozent "signifikant" auf über 300 Millionen Euro zu erhöhen.

HB PARIS/MAILAND. Offenbar sind in den kommenden Tagen auch weitere Gespräche zwischen Lufthansa und dem Eigentümerkonsortium der Alitalia, CAI, geplant. Die Unternehmen wollten sich nicht zum Stand der Verhandlungen äußern. Auf dem Spiel steht der Zugang zum viertgrößten Markt in der europäischen Luftfahrt, der vor allem durch die Industrieregion im Norden des Landes und seine Touristenziele interessant ist.

Bei der offiziellen Gründung der neuen Fluggesellschaft am 13. Januar hoffen die Eigentümer Kreisen zufolge, bereits den neuen Partner präsentieren zu können. Air France-KLM gilt als Favorit. "Die Gespräche mit Air France-KLM sind weiter fortgeschritten. Wir sind an einem wichtigen Punkt. Wir beraten uns noch, aber es gibt noch keinen Abschluss", sagte Ende vergangener Woche eine mit der Situation vertraute Person. Air France kooperiert über den Luftfahrtverbund Skyteam bereits mit der Fluggesellschaft, während Lufthansa im Konkurrenzbündnis Star Alliance fliegt.

Die Franzosen hatten bereits 2008 zur Übernahme von Alitalia angesetzt, scheiterten aber am Widerstand der Gewerkschaften, von denen sich einige für eine Partnerschaft mit Lufthansa aussprachen. Auch Italiens Premierminister Silvio Berlusconi favorisiert eine Allianz mit Lufthansa, die zugesichert hatte, Alitalia im Konzernverbund als "gleichberechtigten und autonomen Partner" zu erhalten.

Für den Fall, dass die Lufthansa nicht zum Zug kommt, ist sie für einen Machtkampf mit dem Konkurrenten gerüstet. Die Deutschen gehen mit einer eigenen Fluggesellschaft in Italien an den Start, die von Februar an vom Flughafen Mailand Malpensa aus Ziele in Europa anfliegen soll.

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