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08.03.2012

16:23 Uhr

Fluggesellschaft

Air France-KLM rutscht in die Verlustzone

Für die französisch-niederländische Fluggesellschaft ist das Jahr 2011 nicht gut gelaufen, und für die kommenden Monate ist keine Besserung in Sicht. Es wird Zeit, dass der Restrukturierungsplan des Unternehmens greift.

Eine Boeing 777 der Fluggesellschaft Air France-KLM. AFP

Eine Boeing 777 der Fluggesellschaft Air France-KLM.

ParisDer Lufthansa -Rivale Air France-KLM wagt wegen des teuren Kerosin keine Ergebnisprognose für 2012. „Der wirtschaftliche Ausblick bleibt unsicher und der Spritpreis in Euro auf Rekordniveau“, erklärte die Fluggesellschaft am Donnerstag. Die Treibstoffrechnung werde im laufenden Jahr wohl rund 1,1 Milliarden Euro höher ausfallen als 2011. Die Kostensteigerung um 900 Millionen Euro Im vergangenen jahr drückte Air France in die roten Zahlen.

Wie andere Fluggesellschaften leidet auch Air France unter der Schuldenkrise, in deren Folge das Passagier- und Frachtaufkommen zurückgegangen ist. Lufthansa hat 2011 operativ zwar Gewinn eingeflogen, er fiel aber wegen der hohen Spritkosten niedriger als ursprünglich geplant aus. Air-France-KLM-Aktien legten im Einklang mit den anderen Papieren der Luftfahrtbranche in einem freundlichen Umfeld um zwei Prozent zu. In den vergangenen zwölf Monaten haben die Papiere allerdings zwei Drittel an Wert verloren.

Mysteriöse Notlandung: Passagiere berichten von Panik auf Air France-Flug

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Eine Air France-Maschine musste auf den Azoren notlanden. Passagiere berichten von starker Rauchentwicklung und Todesangst an Bord. Laut Air France ist lediglich unbeabsichtigt der Feueralarm ausgelöst worden.

Der Betriebsgewinn werde im ersten Halbjahr 2012 unter dem des Vorjahreszeitraums liegen, teilte der Konzern aus Paris mit. In der zweiten Jahreshälfte will der Konzern dann von seinem Sparprogramm profitieren. Die Fluggesellschaft will bis Ende 2014 etwa durch die Verkleinerung ihrer Flotte und eine Senkung der Personalkosten zwei Milliarden Euro Schulden abbauen. Auch drückt sie auf die Bremse beim Ausbau ihrer Kapazitäten und verschiebt die Abnahme mehrerer Maschinen von Boeing und Airbus.

Für 2011 wies Air France am Donnerstag einen operativen Verlust von 353 Millionen Euro aus. Im Jahr zuvor stand noch ein Gewinn von 28 Millionen Euro in den Büchern. Eine Dividende soll nicht gezahlt werden. Der Umsatz stieg um 4,5 Prozent auf 24,4 Milliarden Euro.

Die Lufthansa hat am Mittwoch einen operativen Gewinn (Ebit) von 820 Millionen Euro für das abgelaufene Jahr ausgewiesen. Wegen des Verkaufs ihrer verlustbringenden Tochter British Midland rutschte die größte deutsche Fluggesellschaft unter dem Strich leicht in die roten Zahlen, will aber dennoch eine Dividende zahlen. Der Lufthansa-Umsatz kletterte 2011 um rund acht Prozent auf 28,7 Milliarden Euro.

Von

rtr

Kommentare (1)

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reallynoregrets

08.03.2012, 10:17 Uhr

Gute Nachricht! Eine Fluggesellschaft wie Air France, die sich durch schlechte Qualität und Neid auf die Lufthansa auszeichnet, hat nichts anderes verdient. Nach dem Unglück im atlantischen Ozean vor drei Jahren gab es ein internes Papier, dass der Figaro veröffentlichte: Darin wurde im Ernst darüber diskutiert, wie hoch die Wahrscheinlichkeit sei, dass der nächste Absturz eher eine Lufthansa-Maschine treffen werde. Man muss sich das einmal vorstellen! Oder bei der Azoren-Notlandung vor zwei Tagen: Air France tat alles, damit nur die Wahrheit nicht ans Tageslicht kommt: dass etliche Reisende in Panik waren, sogar das Bordpersonal selbst, dass es Rauchentwicklung im Flugzeug gab etc. Ich freue mich schon, wenn sie Konkurs anmelden.

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