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16.02.2017

14:18 Uhr

Fluggesellschaft

Air France-KLM verschärft Sparkurs

Trotz Umsatzrückgang und Personalstreik hat Air France-KLM im vergangenen Jahr mehr verdient als von Analysten erwartet. Auch 2017 will die Airline den Sparkurs fortsetzen und setzt auf Billigflüge.

Die Fluglinie verzeichnet für das letzte Jahr einen höheren Gewinn. dpa

Air France-KLM

Die Fluglinie verzeichnet für das letzte Jahr einen höheren Gewinn.

BerlinAir France-KLM hat dank niedriger Treibstoffpreise im vergangenen Jahr überraschend viel verdient. Der Betriebsgewinn kletterte um 34 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro, wie die französisch-niederländische Fluggesellschaft am Donnerstag mitteilte. Damit übertrifft die Airline, bei der noch im Sommer Piloten und Kabinenpersonal gestreikt hatten, die Erwartungen von Experten deutlich. Dies kam bei Anlegern gut an, die Aktie des Lufthansa-Rivalen stieg um rund zehn Prozent.

Das Management will seinen Sparkurs fortsetzen. „Wir sind nicht euphorisch, wir sind vorsichtig. Deshalb werden wir weiter an den Kosten arbeiten“, sagte Finanzchef Frederic Gagey und kündigte Einsparungen von mindestens 1,5 Prozent an.

Unter dem Strich verdiente Air France-KLM 792 Millionen Euro, 674 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Hier schlug sich auch eine bessere Sitzauslastung nieder. Der Umsatz sank allerdings um 3,3 Prozent. „Zu Beginn des Jahres 2017 ist die Umsatzentwicklung angemessener als 2016“, sagte Gagey. Für eine Aussage zum Gesamtjahr sei es aber noch zu früh.

Wie die Lufthansa dreht auch Air France-KLM kräftig an der Kostenschraube und plant eine Billig-Airline, die von Paris „Charles de Gaulle“ aus fliegen soll. Nach den bisherigen Überlegungen sollen hier die Kosten für Piloten um 15 Prozent und die für das Kabinenpersonal um 40 Prozent niedriger ausfallen. Die Gewerkschaften haben sich bereits kritisch dazu geäußert.

2017 will Air France-KLM mehr Flüge anbieten und die Kapazität um 3,0 bis 3,5 Prozent steigern. 93,4 Millionen Passagiere flogen 2016 mit der Fluggesellschaft.

Von

rtr

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