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17.10.2013

18:16 Uhr

Fluggesellschaft

Insolvente American Airline fliegt in Gewinnzone

Dank Sparmaßnahmen verdient die insolvente US-Fluggesellschaft American Airline jetzt wieder Geld. Der Gewinn befindet sich in dreistelliger Millionenhöhe – im Vorjahr traf das noch auf den Verlust zu.

Der Weg aus dem Insolvenzverfahren: Der American-Mutterkonzern AMR will mit US Airways fusionieren. dpa

Der Weg aus dem Insolvenzverfahren: Der American-Mutterkonzern AMR will mit US Airways fusionieren.

Fort Worth/ AtlantaDie insolvente US-Fluggesellschaft American Airlines hat den Boden für ihren Neustart bereitet. Sie verdiente nach dem zweiten- nun auch im dritten Quartal wieder gutes Geld. Unter dem Strich verbuchte die Airline einen Gewinn von 289 Millionen Dollar (212 Mio Euro). Im Vorjahreszeitraum war noch ein Verlust von 238 Millionen Dollar aufgelaufen.

Konzernchef Tom Horton sprach am Donnerstag von einem Rekordergebnis. Er begründete die Wende unter anderem mit Kosteneinsparungen im Zuge der Sanierung und Neuausrichtung.

Der American-Mutterkonzern AMR will mit US Airways fusionieren, was einen neuen Branchenprimus schaffen würde. Allerdings hängt das Vorhaben in der Schwebe. Die Wettbewerbshüter im US-Justizministerium blockieren den Zusammenschluss, weil sie höhere Ticketpreise und den Abbau von Flugverbindungen fürchten. Entscheiden muss nun ein Gericht.

Für American Airlines wäre die Fusion gleichzeitig der Startschuss für einen Neuanfang. Die Fluglinie war wegen hoher Spritpreise, vergleichsweise hohen Personalkosten und dem scharfen Wettbewerb vor zwei Jahren in die Insolvenz gerutscht. Mittlerweile läuft das Geschäft wieder: Der Umsatz stieg um 6 Prozent auf 6,8 Milliarden Dollar.

Im Insolvenzverfahren hat American Leasingverträge für seine Flugzeuge neu ausgehandelt, am Management gespart und Pensionsleistungen auf Eis gelegt. Dank neuer Tarifverträge kann sich das Unternehmen zudem im Wettbewerb besser behaupten. Berücksichtigt man Kosten für den Konzernumbau sowie Sonderposten nicht, stand im dritten Quartal ein Gewinn von 530 Millionen Dollar - die höchste Summe in der Firmengeschichte.

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