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27.02.2014

04:05 Uhr

Fluggesellschaft

Qantas will 5000 Stellen abbauen

Hohe Treibstoffkosten und harte Konkurrenz bescheren der australischen Fluglinie im ersten Halbjahr einen Millionenverlust. Jetzt sollen 5000 Stellen wegfallen. Ob das reicht um wieder auf Kurs zu kommen, ist unklar.

Flugzeuge von Qantas: Die Airline ist schwer angeschlagen. Reuters

Flugzeuge von Qantas: Die Airline ist schwer angeschlagen.

SydneyAustraliens größte Fluggesellschaft Qantas will nach einem dreistelligen Millionenverlust massiv Arbeitsplätze abbauen. Wie das Unternehmen am Donnerstag ankündigte, sollen 5000 Mitarbeiter ihre Stelle verlieren. Zudem werde man ältere Flugzeuge verkaufen und die Ausgaben verringern, kündigte Qantas an.

Der Chef der Airline, Alan Joyce, schloss überdies nicht aus, dass weitere Arbeitsplätze in Gefahr sein könnten. Am Vortag hatte Qantas noch einen Pressebericht über die Streichung von 5000 Jobs dementiert.

Qantas habe in den vergangenen sechs Monaten 225 Millionen US-Dollar (rund 164 Millionen Euro) verloren. Joyce betonte, dass die bisher getroffenen Maßnahmen zur Kostensenkung nicht ausreichten und kündigte zusätzliche Einsparungen in Höhe von 1,8 Milliarden Dollar bis 2017 an. Es seien „harte Entscheidungen“ nötig, um die Herausforderungen zu überstehen, sagte Joyce am Donnerstag. Dabei sprach er von den derzeit „schlimmsten Existenzbedingungen“, die das Unternehmen je erlebt habe.

Der Qantas-Chef machte die schwierigen Rahmenbedingungen für die Lage der Fluggesellschaft mitverantwortlich. Neben den hohen Kosten für Treibstoff macht insbesondere die Konkurrenz der aufstrebenden Virgin Australia, die mit Etihad, Singapore Airlines und Air New Zealand finanzstarke Anteilseigner im Rücken hat, der Fluggesellschaft zu schaffen.

Qantas bemüht sich derzeit um staatliche Unterstützung. Die Fluggesellschaft möchte von der Regierung eine Bürgschaft und kritisiert ein Gesetz, das eine ausländische Beteiligung an Qantas über 49 Prozent hinaus nicht erlaubt. Der Lufthansa-Rivale beschäftigt derzeit 33.000 Menschen.

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