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03.05.2012

11:21 Uhr

Fluggesellschaften

Lufthansa-Tochter Austrian weiter im Minus

Wegen ihrer Sanierung rechnet die Fluggesellschaft erst 2013 mit einem positiven Ergebnis. Austrian muss daher im ersten Quartal einen Verlust von 66,7 Millionen Euro hinnehmen - trotz eines Passagierrekords.

Die Lufthansa-Tochter Austrian steht vor einer Sanierung. Gewinn wird die Fluggesellschaft nach Prognosen erst wieder 2013 einfahren. Reuters

Die Lufthansa-Tochter Austrian steht vor einer Sanierung. Gewinn wird die Fluggesellschaft nach Prognosen erst wieder 2013 einfahren.

WienDie defizitäre Lufthansa -Tochter Austrian verschiebt ihr Gewinnziel um ein weiteres Jahr. Statt wie bislang angekündigt im laufenden Jahr rechne das Unternehmen nun erst 2013 mit einem positiven operativen Ergebnis. „Wir sehen den Break-Even erst 2013“, sagte Austrian-Chef Jaan Albrecht am Donnerstag. Grund dafür sind einmalige Kosten für die Sanierung der Fluggesellschaft: Dadurch könne der Verlust 2012 sogar höher ausfallen als im vergangenen Jahr.

Die österreichische Tochter ist für Lufthansa nach dem Verkauf der britischen BMI einer der größten Verlustbringer. Von Januar bis März verbuchte sie trotz eines Passagierrekords ein operatives Minus von 66,7 Millionen Euro nach einem Verlust von 63,5 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Grund dafür waren die höheren Treibstoffkosten und die im vergangenen Jahr eingeführte Luftverkehrssteuer.

Eigentlich wollte Lufthansa Austrian schon 2011 in die Gewinnzone zurück führen - die Wirtschaftskrise und Absatzeinbrüche durch die Atomkatastrophe in Japan und die Unruhen im Nahen Osten haben diese Pläne jedoch durchkreuzt.

Um Austrian endlich auf Kurs zu bringen, hat der neue Chef Albrecht ein bis zu 260 Millionen Euro schweres Sparprogramm angestoßen. Die Piloten und Flugbegleiter versagten allerdings bislang ihre Zustimmung zu den geforderten Gehaltskürzungen. Sie lehnten einen mit dem Management mühsam errungenen Kompromiss zu Beginn der Woche ab. Nach dem Plan des Unternehmen sollen die rund 2000 betroffenen Piloten und Flugbegleiter nun ab Juli die billigeren Tarifverträge der Regionalflugtochter Tyrolean erhalten. Wer das nicht will, kann das Unternehmen mit einer üppigen Abfindung verlassen - was die Airline im laufenden Jahr teuer zu stehen kommen könnte.

Von

rtr

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