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02.08.2016

17:27 Uhr

Flughafen Hahn

Neuer Verkaufspoker nach geplatztem Deal

Der defizitäre Flughafen Hahn wartet erneut auf einen Käufer. Der Verkauf an einen chinesischen Investoren war zuvor wegen mutmaßlichen Betrugs spektakulär geplatzt. Nun beginnt die zweite Frist, vieles bleibt geheim.

Der hoch defizitäre Flughafen Hahn gehört größtenteils dem Land Rheinland-Pfalz und zu einem kleinen Teil Hessen. Reuters

Flughafen Frankfurt Hahn

Der hoch defizitäre Flughafen Hahn gehört größtenteils dem Land Rheinland-Pfalz und zu einem kleinen Teil Hessen.

Mainz/HahnZum Ende der ersten Frist beim Neustart des Bieterverfahrens für den flügellahmen Hunsrück-Flughafen Hahn hat Rheinland-Pfalz neues Interesse von Investoren bekräftigt. „Es gibt mehrere Interessenten“, sagte der Sprecher des rheinland-pfälzischen Innenministeriums, Joachim Winkler, am Dienstag in Mainz. „Zu ihrer Belastbarkeit lässt sich aber noch nichts sagen.“

Innenminister Roger Lewentz (SPD) teilte der Deutschen Presse-Agentur mit: „Die eingegangenen Interessenbekundungen werden nach Ablauf der Frist in einem ersten Schritt von (der Beratungsfirma) KPMG nach den in der Ausschreibung genannten Kriterien gesichtet und bewertet.“

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Die erste Frist von sieben Werktagen sollte am Dienstag um 24.00 Uhr enden. Überzeugende Interessenten können in der zweiten Phase bis zum 1. September detaillierte Unterlagen einreichen. In der dritten Phase folgen die Verhandlungen mit ausgewählten Bietern.

Der vorherige Verkauf an die dubiose chinesische Firma SYT war wegen mutmaßlichen Betrugs spektakulär geplatzt. Der hoch defizitäre Flughafen Hahn gehört größtenteils dem Land Rheinland-Pfalz und zu einem kleinen Teil Hessen.

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Die CDU-Opposition im Mainzer Landtag hielt Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) vor, sich der angeblichen „Vertuschungstaktik“ von SPD und Grünen auf der Regierungsbank anzuschließen. Die vielkritisierte Beratungsfirma KPMG hatte öffentlich über ihre Empfehlungen beim gescheiterten Hahn-Verkauf an SYT informieren wollen, wurde aber vom Innenministerium nicht von ihrer Verschwiegenheitspflicht entbunden. Die Veräußerung ist laut Wissing ein überragendes Interesse, „das im Augenblick höher zu bewerten ist, als das Interesse der KPMG, irgendwelche Interna ausplaudern zu können“.

Die CDU-Fraktion argumentierte dagegen, es reiche, wenn KPMG grünes Licht für die Freigabe von Informationen über das Desaster mit SYT bekomme. Die künftigen Verhandlungen mit anderen Bietern blieben davon unberührt. Wissing wälze wie zuvor Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Minister Lewentz alle Verantwortung auf KPMG ab.

Von

dpa

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