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01.10.2014

07:12 Uhr

Flughafen Leipzig/Halle

Mehrstündiger Warnstreik bei DHL

Bis zu 1000 Beschäftigte der Posttochter DHL sind in der Nacht zu Mittwoch am am Flughafen Leipzig/Halle in einen Warnstreik getreten. Die Gewerkschaft Verdi fordert für DHL-Mitarbeiter mehr Geld.

Rund 1000 DHL-Beschäftigte legten in der Nacht zu Mittwoch ihre Arbeit nieder. dpa - picture-alliance

Rund 1000 DHL-Beschäftigte legten in der Nacht zu Mittwoch ihre Arbeit nieder.

SchkeuditzNach Angaben der Gewerkschaft Verdi haben in der Nacht zum Mittwoch bis zu 1000 Beschäftigte der Posttochter DHL am Flughafen Leipzig/Halle für mehrere Stunden die Arbeit niedergelegt. Laut Andreas Wiedemann, Fachbereichsleiter der Gewerkschaft Verdi, traten die Mitarbeiter am DHL-Luftfrachtdrehkreuz kurz nach Mitternacht in einen Warnstreik, der bis zum Ende der Nachtschicht am Mittwochmorgen zwischen 5.00 Uhr und 6.00 Uhr andauerte. Die Streikbeteiligung habe bei 100 Prozent gelegen.

Verdi fordert für die 3500 Beschäftigten des Logistik-Drehkreuzes 6,5 Prozent mehr Geld mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Arbeitgeber hätten bei der ersten Verhandlungsrunde am 19. September kein Angebot vorgelegt. Das nächste Tarifgespräch ist für den 2. Oktober in Berlin geplant.

Wo Pakete am Wunschtermin kommen

Deutsche Post DHL

Die Deutsche Post will künftig allen Paketempfängern den Lieferzeitpunkt auf vier Stunden genau mitteilen. Kunden erhalten am Vortag der Zustellung eine E-Mail, in der das Zeitfenster genannt wird. Dafür gibt der Absender des Pakets, zum Beispiel ein Onlineshop die E-Mail-Adresse des Empfängers an DHL weiter. Über das Portal Paket.de können Empfänger auch Wunschtag und Wunschort für die Lieferung festlegen, müssen sich hierfür allerdings registrieren. DHL bietet Versendern außerdem kostenpflichtig an, Pakete per Expresszustellung vor einer bestimmten Uhrzeit zu liefern. Bei den Selbstbedienungs-Packstationen des Konzerns können Kunden rund um die Uhr ihre Lieferungen abholen.

GLS

Der Paketlieferant kann den Zustellzeitpunkt für Empfänger zwischen einer und vier Stunden eingrenzen - je nachdem, wie dicht besiedelt das Liefergebiet ist. Meist kann das Unternehmen nach eigenen Angaben den Liefertermin auf zwei Stunden genau vorhersagen. Das Angebot ist für den Versender kostenfrei. Kann ein Paket weder dem Empfänger direkt zugestellt, noch einem Nachbarn übergeben werden, geht es zur Abholung durch den Kunden in einen Paketshop.

DPD

DPD bietet Versendern die kostenpflichtige Möglichkeit, ein Zeitfenster für Paketlieferungen festzulegen. Dieses Zeitfenster beläuft sich nach Angaben des Unternehmens „auf bis zu drei Stunden“, soll aber künftig nur noch 30 Minuten betragen. Empfänger werden am Zustelltag per SMS oder E-Mail über den erwartbaren Zustellzeitpunkt informiert. Alternativ bietet DPD Empfängern an, sich Pakete in einen DPD-Paketshop in der Nähe schicken zu lassen anstatt an die eigene Adresse.

UPS

Der Paketdienst UPS nennt Empfängern bei Standardsendungen kein bestimmtes Zeitfenster für die Lieferung. Die Zustellung erfolgt demnach "üblicherweise zwischen 09.00 und 17.00 Uhr (und manchmal später) an Privathaushalte". Bis zu drei Zustellversuche würden unternommen, Wochenenden und Feiertage sind bei der Zustellung ausgeschlossen. Als Service können Versender die Expresszustellung vor einer bestimmten Uhrzeit hinzu buchen, wie etwa vor 09.00 Uhr oder vor 10.30 Uhr, ebenso wie teils auch die Samstagszustellung.

Hermes

Der Zustelldienst des Versandhändlers Otto will Empfängern ab kommendem Jahr auf ein bis zwei Stunden genau mitteilen, wann sie beliefert werden. Auch will das Unternehmen künftig verstärkt nach Feierabend liefern, wie Hermes-Chef Hanjo Schneider dem "Handelsblatt" im Februar sagte. Bislang liefert Hermes nach eigenen Angaben von montags bis samstags zwischen acht und 20.00 Uhr. Ein bestimmtes Zeitfenster für die Lieferung ist nach Firmenangaben bislang nicht möglich. Auch Hermes leitet Sendungen auf Wunsch der Empfänger in Paketshops weiter.

Von dem Luftfrachtdrehkreuz aus werden Express-Sendungen in alle Welt verschickt. Täglich werden bis zu 1900 Tonnen Fracht umgeschlagen.

Von

dpa

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