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05.11.2015

12:17 Uhr

Flughafenbetreiber

Fraport steckt sich höhere Ziele

Die Geschäfte des Frankfurter Flughafens laufen auf Hochtouren. Die Betreibergesellschaft Fraport steckt sich höhere Ziele für dieses Jahr. Für Unsicherheit sorgen allerdings die Dauer-Tarifkonflikte bei der Lufthansa.

Der Flughafenbetreiber hebt seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr an. obs

Fraport

Der Flughafenbetreiber hebt seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr an.

BerlinDer Frankfurter Flughafen ist trotz Lufthansa-Pilotenstreiks auf dem Weg zu einem Passagierrekord in diesem Jahr. Die Zahl der Reisenden an Deutschlands größtem Flughafen dürfte 2015 statt um 2 bis 3 Prozent nun um 3 bis 4 Prozent steigen, teilte die Betreibergesellschaft Fraport am Donnerstag mit. Weil neben dem Passagieraufkommen auch das Geschäft in den Läden und Restaurants am Airport in den ersten neun Monaten mehr in die Kassen spülte, erwartet Fraport-Chef Stefan Schulte für 2015 nun einen operativen Gewinn zwischen 840 und 850 Millionen Euro. Bisher sollte er maximal 840 Millionen erreichen.

In den ersten neun Monaten stieg die Zahl der Flugreisenden trotz Annullierungen wegen Streiks und schlechten Wetters um 3,6 Prozent auf 47,3 Millionen. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2014 verzeichnete der größte deutsche Flughafen mit 59,6 Millionen Passagieren einen Rekord. Welche Folgen der drohende Streik der Lufthansa-Flugbegleiter hat, lässt sich Schulte zufolge schwer abschätzen, solange noch keine Details bekannt sind. In der Vergangenheit habe ein Streiktag Fraport im Schnitt 1 bis 1,5 Millionen Euro beim Ergebnis gekostet.

Im dritten Quartal verdiente Fraport trotz des Ausstands der Lufthansa-Piloten im September mehr als von Analysten erwartet. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,5 Prozent auf gut 725 Millionen Euro. Das Ebitda legte um knapp 14 Prozent auf knapp 304 Millionen Euro zu. Unter dem Strich schoss der Gewinn sogar um 26 Prozent auf 146 Millionen Euro nach oben.

Fraport will Schulte zufolge sein internationales Geschäft weiter ausbauen. Dazu gehört auch die geplante Übernahme von 14 griechischen Flughäfen, für den Athen in dieser Woche grünes Licht gegeben hatte. Schulte geht davon aus, dass der Konzessionsvertrag bis Ende des Jahres unterzeichnet werden kann. Die Übernahme werde voraussichtlich im Herbst 2016 vollzogen. „Die griechischen Inseln sind sehr, sehr attraktiv“, sagte Schulte. Das Passagieraufkommen sei in diesem Jahr bisher um 7 Prozent gestiegen.

Das Fraport-Konsortium hatte für die Betreiberkonzessionen bis 2055 gut 1,2 Milliarden Euro geboten. Zu dem Paket gehören unter anderem der Airport der zweitgrößten griechischen Stadt Thessaloniki sowie Flughäfen auf den Jet-Set-Inseln Mykonos, Santorini und Skiathos sowie der Touristeninseln Rhodos, Korfu und Kos. Der Verkauf an Fraport ist eine der Bedingungen für das dritte griechische Hilfspaket.

Von

rtr

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