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03.09.2011

14:35 Uhr

Flughafenbetreiber

Fraport will für spanische Flughäfen bieten

Der Flughafenbetreiber Fraport will laut einem Medienbericht mit einem einheimischen Partner in das Rennen um die beiden größten spanischen Flughäfen ziehen. Damit setzen die Frankfurter ihren Wachstumskurs fort.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport will offenbar mit einem Partner für die Flughäfen in Madrid und Barcelona bieten. dpa

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport will offenbar mit einem Partner für die Flughäfen in Madrid und Barcelona bieten.

MadridFraport wolle gemeinsam mit dem spanischen Baukonzern Acciona für die Betreiber-Konzessionen der wichtigsten Flughäfen in Madrid und Barcelona bieten, schrieb die Zeitung „Cinco Dias“ (Samstagausgabe) unter Berufung auf Branchenkreise. Fraport hatte bereits Interesse an den beiden Flughäfen angemeldet. Auch die spanischen Infrastrukturkonzerne FCC und Ferrovial sowie der Autobahnbetreiber Abertis bereiten laut der Zeitung Angebote vor.

Unter dem Druck steigender Refinanzierungskosten an den Kapitalmärkten hat die spanische Regierung ein umfangreiches Privatisierungsprogramm zum Schuldenabbau aufgelegt. Mit dem Verkauf des Madrider Flughafens Barajas und des Airports El Prat in Barcelona will der Staat 5,3 Milliarden Euro einnehmen.

Neben den Flughäfen in Madrid und Barcelona hat Fraport kürzlich auch offiziell Interesse am Athener Flughafen angemeldet. Der Athen International Airport (AIA) gehört zu 55 Prozent dem griechischen Staat. 40 Prozent hält der Baukonzern Hochtief, der den Flughafen auch betreibt. Fraport selbst ist neben dem Heimatflughafen Frankfurt an zwölf weiteren beteiligt, etwa in Dakar, Delhi, Kairo, Lima und Petersburg.

Der Vorstandsvorsitzende Stefan Schulte setzt damit die von seinem Vorgänger Wilhelm Bender eingeleitete Internationalisierung des größten deutschen Flughafenbetreibers weiter voran.

Der Grund: Das Unternehmen kann im Ausland einfach schneller wachsen als in der Heimat, wo jahrelange Genehmigungsverfahren und Streit über den Ausbau wie etwa in Frankfurt neue Umsatzchancen stark eingrenzen. Auch in Brasilien will Schulte seinen Kurs fortsetzen. Dort sollen Flughäfen wie die in Brasilia und Sao Paulo privatisiert werden.

 

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