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27.01.2010

14:11 Uhr

Flugzeugbauer

Boeing mit Gewinn – aber tristem Ausblick

2009 war die Flugzeugbranche das schlechteste Jahr seit Jahrzehnten. Boeing hat dennoch den Weg in die schwarzen Zahlen gefunden. Der nach Airbus zweitgrößte Flugzeugbauer der Welt enttäuschte bei der Vorlage der Bilanz allerdings mit dem Ausblick.

Boeing hofft auf eine bessere Zukunft dank des Dreamliner. Quelle: ap

Boeing hofft auf eine bessere Zukunft dank des Dreamliner.

HB CHICAGO. Der US-Konzern Boeing schreibt wieder schwarze Zahlen. Im vierten Quartal verbuchte der weltweit zweitgrößte Flugzeugbauer nach Airbus einen Nettogewinn von 1,3 Mrd. Dollar und übertraf damit die Markterwartungen deutlich. Der Umsatz legte im Schlussquartal um 42 Prozent zu. Auch für das laufende Geschäftsjahr strebe der Konzern eine starkes operatives Geschäft an, betonte Boeing-Chef Jim McNerney am Mittwoch. Schwerpunkte für 2010 seien zudem die Auslieferungen der neuen Modelle 787 und 747-8, sowie eine weitere Neuausrichtung der Rüstungs-, Raumfahrt- und Sicherheitsgeschäfte.

Die Boeing-Aktie legte im frühen Handel mehr als vier Prozent zu, nachdem sie unmittelbar nach Bekanntgabe der Zahlen noch gefallen war. Händler machten für die anfänglichen Verluste den Gewinnausblick verantwortlich, der hinter den Markterwartungen zurückblieb. Für 2010 rechnet der Konzern mit einem Gewinn je Aktie zwischen 3,70 und 4,00 Dollar, während Analysten ein Ergebnis von 4,26 Dollar je Aktie erwarteten. Mit seiner Umsatzprognose von 64 bis 66 Mrd. Dollar liegt der Konzern dagegen im Rahmen der Erwartungen.

Es gebe zwar durchaus einige Schwierigkeiten, sagte Analyst Alex Hamilton von Jesup & Lamont. Angesichts des äußerst schwierigen Umfeldes im vergangenen Jahr habe der Konzern jedoch gut abgeschnitten. Im dritten Quartal hatten hohe Sonderaufwendungen für die Flugzeugentwicklung Boeing noch einen Milliardenverlust eingebrockt. 2009 war für die Flugzeugbauer ein überaus schwieriges Jahr, da die Fluggesellschaften weltweit ihre Bestellungen infolge der Wirtschaftskrise zurückfuhren.

Boeings Rüstungssparte machten zudem tiefe Einschnitte in den Staatshaushalten zu schaffen. Dennoch lieferte Boeing 2009 mehr Flugzeuge aus als 2008, insgesamt übergab der Konzern 481 Maschinen an Kunden nach 375 im Vorjahr.

Die erste Auslieferung des Prestigeobjekts 787 Dreamliner peilt Boeing weiterhin für das vierte Quartal 2010 an. Zum Quartalsende lagen dem Konzern 851 feste Bestellungen für das Langstreckenflugzeug vor.

Einen Großteil des Gewinns erwirtschaftete im vierten Quartal die Sparte zivile Luftfahrt - sie trug eine Milliarde Dollar zum Gesamtgewinn bei. Der Umsatz der Sparte verdoppelte sich auf 9,2 Mrd. Dollar. Insgesamt stiegen die Erlöse auf 17,9 Mrd. Dollar und übertrafen damit ebenfalls die Markterwartungen. Die Airbus-Mutter EADS will am 9. März ihre Zahlen vorlegen.

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