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01.02.2016

11:24 Uhr

Foodwatch fordert Altersbeschränkung

Energydrinks nur noch ab 18?

Energydrinks können schwere gesundheitliche Probleme verursachen und sogar zum Tod führen – klagen Verbraucherschützer. Foodwatch fordert, den Verkauf an Minderjährige zu verbieten. Zwei Länder haben bereits vorgelegt.

In Lettland und Litauen ist der Verkauf an Minderjährige bereits verboten. AFP

Energydrinks

In Lettland und Litauen ist der Verkauf an Minderjährige bereits verboten.

BerlinNachdem Lettland als zweiter EU-Mitgliedstaat ein Verkaufsverbot von Energydrinks an Minderjährige beschlossen hat, erneuert die Verbraucherorganisation Foodwatch ihre Forderung nach einer Altersgrenze für Energydrinks in Deutschland. Während Lettland „das einzig Richtige“ mache, dürften die „umstrittenen Wachmacher“ in Deutschland weiter „ungeniert an Kinder und Jugendliche verkauft werden“, erklärte Oliver Huizinga von Foodwatch am Montag. Bundesernährungsminister Christian Schmidt (CSU) müsse handeln.

Energydrinks, die besonders bei jungen Menschen beliebt sind, werden laut Foodwatch mit Herzrhythmusstörungen, Krampfanfällen, Nierenversagen und sogar Todesfällen in Verbindung gebracht. Die Europäische Lebensmittelbehörde Efsa hatte im Mai 2015 eine Studie veröffentlicht, wonach die Unbedenklichkeitsschwelle bei Heranwachsenden bei rund drei Milligramm Koffein pro Kilogramm Körpergewicht liegt. Dies sind beispielsweise zwei koffeinhaltige Limonaden mit insgesamt 150 Milligramm für einen 50 Kilogramm wiegenden Jugendlichen.

Neben den Verbraucherschützern hatte sich auch die SPD für ein Verkaufsverbot der Getränke an Minderjährige stark gemacht. Schmidt lehnt dies bislang allerdings ab und verweist auf die geltenden Grenzwerte und Warnhinweise.

Das Parlament in Lettland hatte im Januar ein Verkaufsverbot für Minderjährige beschlossen, das ab 1. Juni gelten soll. Damit ist das baltische Land nach Litauen das zweite EU-Land mit einer Altersgrenze ab 18 Jahren für die umstrittenen Getränke.

Um ein Verbot an Minderjährige in Deutschland zu erreichen, hat Foodwatch eine E-Mail-Protestaktion ins Leben gerufen. An dieser haben sich nach Angaben der Organisatoren bereits mehr als 28.000 Menschen beteiligt.

Von

afp

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