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02.09.2012

11:14 Uhr

Frankfurter Flughafen

Flugbegleiter planen nächsten Streik

Heute wollen die Flugbegleiter entscheiden, wann sie erneut die Arbeit niederlegen. Die Lufthansa dürfte das Millionen kosten. Flüge wurden bereits abgesagt, Passagiere übernachteten auf dem Flughafen.

Streikwesten von Angestellten der Fluggesellschaft Lufthansa mit dem Aufdruck "Ufo unabhaengige Flugbegleiter Streik!" dapd

Streikwesten von Angestellten der Fluggesellschaft Lufthansa mit dem Aufdruck "Ufo unabhaengige Flugbegleiter Streik!"

Frankfurt/MainDie Flugbegleiter bei der Lufthansa wollen bald wieder streiken. Noch am Sonntag soll dazu eine Entscheidung fallen, kündigte Nicoley Baublies, der Vorsitzende der Flugbegleitergewerkschaft UFO, gegenüber dapd an. Die Streikleitung werde am Nachmittag beschließen, wann und wo der Arbeitskampf bei Deutschlands größter Airline fortgesetzt wird. Es sei "zu vermuten, dass es in Kürze weitergeht", sagte Baublies. Schließlich habe sich die Lufthansa im Tarifstreit nicht bewegt.
Reisende und der Konzern sollen 24 Stunden im Voraus erfahren, dass gestreikt wird. Den Ort des Ausstandes will UFO wie bisher aber erst sechs Stunden vor Streikbeginn mitteilen. Damit droht ein ähnliches Chaos wie am Freitag, als infolge eines achtstündigen Streiks von Flugbegleitern in Frankfurt am Main insgesamt rund 200 Flüge ausfielen. 26.000 Reisende waren nach Konzernangaben betroffen.
„Wir sind in der Lage, innerhalb kürzester Zeit in ganz Deutschland loszulegen“, sagte ein Ufo-Sprecher am Samstag in Frankfurt der Nachrichtenagentur dpa. Wann und wo das Kabinenpersonal in den Ausstand treten könnte, ließ er aber offen. „Wir haben bislang kein akzeptables Angebot der Lufthansa bekommen - und rechnen auch nicht damit“, sagte er. Daher gehe er auf jeden Fall von erneuten Arbeitsniederlegungen aus.

Der Streik kommt die Lufthansa teuer zu stehen. Das Unternehmen geht von einem Millionenschaden aus. Unternehmenssprecher Michael Lamberty sagte, genaue Zahlen seien noch nicht bekannt. Die Kosten liefen an verschiedenen Orten auf. Aber durch den Dominoeffekt, den der Streik ausgelöst habe, sei das „eine Größenordnung, die man ansetzen muss“.

Auch am Samstag musste die Lufthansa noch 18 Flüge streichen, obwohl die Stewards und Stewardessen ihren Ausstand am Rhein-Main-Flughafen am Freitag um 13 Uhr beendet hatten. Die Nachwirkungen des Streiks führte ein Lufthansa-Sprecher auf das „komplexe System“ des Luftverkehrs zurück. So seien „Flugzeuge nicht an den richtigen Orten oder Crews nicht verfügbar“ gewesen.

Rund 350 Fluggäste mussten die Nacht zum Samstag im Flughafen auf Feldbetten verbringen. Ursprünglich war sogar von 1.000 die Rede gewesen. Diese Fluggäste hatten keine Visa für Deutschland und saßen im Transitbereich des Flughafens fest. „Wir haben sie mit Getränken und Essen versorgt“, sagte Lamberty. Andere Passagiere seien in Hotels untergebracht worden.

Lufthansa am Boden - Streik nervt Passagiere

Video: Lufthansa am Boden - Streik nervt Passagiere

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Kommentare (4)

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Manni

02.09.2012, 11:40 Uhr

Die sind bekloppt !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Stein

02.09.2012, 12:43 Uhr

Es ist eine Sache, eigene Vorderungen gegen den Arbeitgeber durchsetzen zu wollen aber eine andere es bewusst auf dem Rücken der Fluggäste zu machen. Wenn ein Mitarbeiter jedem Kunden vor dem Flug ans Schienbein tritt, nennt man das geschäftsschädigendes Gebahren. Wenn es eine Gruppe von Flugbegleitern tut, Arbeitskampf. Im Ergebnis dürften beide Aktionen ähnlich sein.

Account gelöscht!

02.09.2012, 13:41 Uhr

Da diese "Zwergenewerkschaft" ihrem Arbeitgeber bewust und mit voller Absicht Schaden zufügt, sollte die LH UFO auf Schadenersatz verklage.
Auch dei geschädigten Kunden sollten dies tun!

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