Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.04.2015

11:23 Uhr

Frankreich

Lotsen-Streik bringt Luftverkehr durcheinander

Durch einen Streik der Fluglotsen ist am Mittwoch der Flugverkehr in Frankreich kräftig durcheinander geraten. Auch der Frankfurter Flughafen ist betroffen, es kann während des ganzen Tages zu Verspätungen kommen.

Frankreich

Lotsen-Streik lässt zahlreiche Flüge ausfallen

Frankreich: Lotsen-Streik lässt zahlreiche Flüge ausfallen

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Frankfurt/MainWegen eines Streiks der Fluglotsen in Frankreich kommt es am Mittwoch auch am Frankfurter Flughafen zu Flugausfällen und Verspätungen. Am Morgen seien sechs Flüge aus und fünf Flüge nach Paris (Charles-de-Gaulle) annulliert worden, sagte eine Sprecherin des Flughafenbetreibers Fraport. Die Auswirkungen auf den Betrieb in Frankfurt seien aber insgesamt „zu verschmerzen“. Sie gehe davon aus, dass im Laufe des Tages kaum weitere Ausfälle hinzu kämen. Mit Verspätungen müsse aber während des ganzen Mittwochs gerechnet werden.

An den Flughäfen in Paris fielen wie angekündigt eine Reihe von Flügen aus, wie es in Flughafenkreisen hieß. Auch „leichte Verspätungen“ gebe es. Es kam aber nicht zu einem völligen Chaos, weil die Luftfahrtbehörde DGAC die Fluggesellschaften bereits am Dienstag aufgefordert hatte, wegen des Streiks vorsorglich 40 Prozent ihrer Flüge am Mittwoch zu streichen.

In Lyon, wo 32 Prozent der Flüge annulliert wurden, kam es zu Verspätungen von anderthalb Stunden bei den noch aufrechterhaltenen Flügen, wie ein Flughafensprecher mitteilte. Auch in Nizza, Marseille, Toulouse und Montpellier mussten viele Flüge gestrichen werden.

Frankreichs größte Fluglotsengewerkschaft SNCTA hat für Mittwoch und Donnerstag zu einem Streik aufgerufen. Die Gewerkschaft will über die Arbeitsbedingungen der Fluglotsen verhandeln. Dabei geht es unter anderem um das Alter, zu dem Fluglotsen in den Ruhestand gehen müssen. Dieses wurde im Zuge einer Reform von 57 auf 59 Jahre angehoben.

Ursprünglich hatten die Lotsen bereits im März die Arbeit niederlegen wollen. Nach dem Absturz des Germanwings-Airbus in den französischen Alpen mit 150 Toten verschoben sie den Streik aber.


Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×