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13.01.2017

08:53 Uhr

Fraport

Flughafen Frankfurt fertigt weniger Passagier ab

Am Flughafen Frankfurt wurden 2016 weniger Passagiere abgefertigt als im Jahr zuvor. Grund waren Lufthansa-Streiks und die Terrorgefahr. Die Betreiber bleiben aber optimistisch: Schließlich kommt Ryanair im März.

Die Passagierzahlen gingen im vergangenen Jahr am Flughafen Frankfurt zurück. Bei einigen anderen deutschen Flughäfen gab es hingegen Zuwächse. dpa

Fraport

Die Passagierzahlen gingen im vergangenen Jahr am Flughafen Frankfurt zurück. Bei einigen anderen deutschen Flughäfen gab es hingegen Zuwächse.

FrankfurtDeutschlands größter Flughafen in Frankfurt hat im vergangenen Jahr weniger Passagiere abgefertigt. Wegen Anschlägen in Europa und Streiks beim Hauptkunden Lufthansa sank die Zahl der Fluggäste um 0,4 Prozent auf 60,8 Millionen, wie der Betreiber Fraport am Freitag mitteilte.

„In einem herausfordernden Umfeld haben wir unsere Passagierzahlen in Frankfurt im vergangenen Jahr annähernd stabil halten können“, sagte Fraport-Chef Stefan Schulte. „Insbesondere die Erholung zum Jahresende macht uns zuversichtlich für das Jahr 2017, in dem wir in Frankfurt wieder wachsen und das Low-Cost-Segment stärken werden.“ Europas größter Billigflieger Ryanair will ab März vom Rhein-Main-Flughafen aus vier Ziele am Mittelmeer anfliegen.

Was Fluggesellschaften am Frankfurter Flughafen zahlen müssen

Passagiergebühren

Relativ schlicht sind noch die pauschalen Gebühren pro Passagier. Sie bemessen sich nach der Zahl der beim Start an Bord des Luftfahrzeugs befindlichen Fluggäste.

Abstellentgelt

Zusammen mit den Passagiergebühren macht das Abstellentgelt pro Flugzeug den Löwenanteil der Gebühren aus. Je länger und je näher am Terminal der Jet parkt, desto teurer wird es.

Sicherheitsentgelt

Das Sicherheitsentgelt für die Zugangskontrollen wird pauschal pro Passagier oder Frachteinheit (100 Kilogramm) erhoben.

Schallschutzentgelt

Ein geringer Anteil entfällt auf die direkten Schallschutzentgelte, bei denen auch berücksichtigt wird, wie laut das jeweilige Flugzeug tatsächlich ist.

Start- und Lande-Entgelt

Der Lärm-Faktor spielt auch bei den eigentlichen Start- und Lande-Entgelten eine nun noch mal verstärkte Rolle. Dazu hat Fraport die Flugzeuge in 16 Lärmkategorien eingeteilt und misst die Lärmpegel jeder Flugbewegung. Mit dem Modell sollen die Airlines zum Einsatz moderner und leiser Maschinen bewegt werden.

Die von Ryanair ausschließlich verwendeten Boeing 737-800 werden unter der vergleichsweise leisen Kategorie 4 gefasst. Mit speziellen Wirbelgeneratoren können die gleich großen Airbus A 320 der Lufthansa noch leiser in der Kategorie 3 starten und landen.

Dafür sind die Gebühren da

Fluggesellschaften müssen für die Nutzung des Frankfurter Flughafens ein Entgelt bezahlen, das aus mehreren Komponenten besteht und nach unterschiedlichen Kriterien abgerechnet wird. Die Einnahmen sollen ausschließlich zur Refinanzierung der Infrastruktur, den dazugehörigen Dienstleistungen sowie für den gesetzlichen Schallschutz dienen. Die Gesamtsumme setzt sich grob aus fünf Einzelteilen zusammen, wie der Betreiber Fraport erläutert.

Anders als der Frankfurter Flughäfen verbuchten andere große deutsche Airports im vergangenen Jahr Zuwächse. Am zweitgrößten deutschen Drehkreuz in München stieg die Zahl der Passagiere 2016 um gut drei Prozent auf 42,3 Millionen. Die Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld stellten 2016 einen neuen Passagierrekord auf. Sie zählten insgesamt 32,9 Millionen Gäste, ein Anstieg von elf Prozent.

Von

rtr

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