Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

20.06.2017

11:19 Uhr

Freshly-Beteiligung

Nestlé treibt Umbau des US-Geschäfts voran

Nestlé-Chef Ulf Mark Schneider setzt den Konzernumbau fort. Der Lebensmittelriese beteiligt sich am amerikanischen Start-up Freshly. Das Süßwarengeschäft in den USA steht dagegen auf dem Prüfstand.

Das Start-up aus Phoenix liefert Mahlzeiten, die von Kunden online bestellt und direkt nach Hause geliefert werden. Reuters

Freshly-Produkte

Das Start-up aus Phoenix liefert Mahlzeiten, die von Kunden online bestellt und direkt nach Hause geliefert werden.

ZürichDer Nahrungsmittelkonzern Nestlé treibt unter seinem neuen Chef Ulf Mark Schneider den Konzernumbau voran. Der Weltmarktführer beteiligt sich Angaben vom Dienstag zufolge an der in New York angesiedelten Firma Freshly, einem Anbieter von frisch zubereiteten Mahlzeiten. Freshly beliefert derzeit Kunden in 28 Bundesstaaten der USA.

Nestlé ist den Angaben zufolge Hauptinvestor bei der 77 Millionen Dollar schweren Freshly-Finanzierungsrunde. Weitere finanzielle Details wurden nicht genannt. Freshly will mit den Einnahmen den Bau eines neuen Küchen- und Distributionszentrums im kommenden Jahr finanzieren. Die Firma wurde 2015 gegründet und beschäftigt rund 400 Mitarbeiter.

Nestlé-Chef Ulf Mark Schneider: Der Neue aus Deutschland greift durch

Nestlé-Chef Ulf Mark Schneider

Der Neue aus Deutschland greift durch

Ulf Mark Schneider will Nestlé in neue Sphären führen und sich dabei vom traditionsreichen Süßwarengeschäft in den USA trennen. Das wächst zu langsam – und passt auch nicht zum neuen Image.

Der für Marken wie Maggi, KitKat, Nescafé und Nespresso bekannte Konzern reagiert mit dem Vorstoß in einen derzeit rund zehn Milliarden Dollar großen US-Markt auf den wachsenden Trend der Konsumenten in aller Welt, die vermehrt nach frisch zubereiteten Nahrungsmitteln verlangen. In der vergangenen Woche hatte Nestlé mitgeteilt, Lösungen für das US-Süßwarengeschäft zu prüfen. Dazu zähle auch eine mögliche Veräußerung.

Der seit Anfang 2017 an der Spitze stehende Schneider will den Konzern auf mehr Wachstum trimmen. Um das zu erreichen, setzt der frühere Fresenius-Lenker neben dem Ausbau des Kerngeschäfts auf das vielversprechende Gesundheitsgeschäft. Denn Hautpflegeprodukte oder Spezialnahrung für alte und kranke Menschen versprechen deutlich höhere Wachstumsraten als beispielsweise der vielerorts gesättigte Markt für Süßigkeiten.

Von

rtr

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×