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12.05.2015

10:03 Uhr

Frühstück den ganzen Tag

McDonald's erfüllt Michael Douglas' Wünsche

VonMartin Dowideit

Der größte Fast-Food-Konzern der Welt muss kämpfen. Ein Umsatzrückgang plagt McDonald's – die Maßnahmen dagegen werden konkreter. Dabei reagiert die Firma auch auf die jahrzehntealte Kritik aus einem Hollywood-Streifen.

DüsseldorfEs ist ein Filmdialog, der sich in die Erinnerung brennt. Im Film „Falling Down“ aus dem Jahr 1993 versucht Michael Douglas, in einem sehr an McDonald's erinnernden Fast-Food-Restaurant etwas zu bestellen.

„Ich möchte gern Frühstück“, sagt Douglas.

Der Geschäftsführer des Imbiss' antwortet: „Bedaure, dafür ist es zu spät, Sir. [...] Man kann bei uns täglich bis 11.30 Uhr frühstücken.“

Douglas schaut auf seine Armbanduhr: Sie zeigt 11:33 Uhr. Die Diskussion eskaliert. Der frustrierte Ex-Rüstungsmanager, den Douglas verkörpert, zückt eine Maschinenpistole und wettert gegen den Service in Fast-Food-Restaurants.

Die zehn größten Gastronomie-Betriebe in Deutschland

Platz 10

SSP Deutschland

Der Betreiber von Restaurants und Geschäften in Bahnhöfen und Flughäfen musste 2013 einen leichten Umsatzrückgang um fast acht Millionen auf 174Millionen Euro verkraften.

Quelle: Lebensmittel-Zeitung

Platz 9

Ikea

Die Restaurants in den 46 Ikea-Möbelhäusern konnten 2013 einen Umsatz von 180 Millionen Euro verbuchen, ein minimales Plus gegenüber 2012.

Platz 8

Subway

Die Zahl der Filialen der Sandwich-Kette ging zwar leicht um 10 auf 590 zurück im Jahr 2013. Doch der Umsatz konnte geschätzt um sieben auf 192 Millionen Euro zulegen.

Platz 7

Aral

Die Tankstellenkette erzielte im Jahr 2013 einen Umsatz von 192,2 Millionen Euro mit seinen „Petit Bistro“-Verkaufsstellen in 1096 Tankstellen: ein deutliches Plus gegenüber dem Vorjahr.

Platz 6

Yum Restaurants

Zum Yum-Konzern gehören Kentucky Fried Chicken aber auch die Pizza-Hut-Kette. In Deutschland baute Yum die Zahl der Filialen im Jahr 2013 um 6 auf 163 aus und steigerte den Umsatz um mehr als 15 Prozent auf 233 Millionen Euro.

Platz 5

Nordsee

Die Nordsee-Fischrestaurants machten 2013 insgesamt 291,6 Millionen Euro Umsatz und stagnierte damit im Vergleich zum Vorjahr. Die Zahl der Filialen ging um zwei zurück auf 334 Restaurants.

Platz 4

Autobahn Tank & Rast

Insgesamt 393 Raststätten an Autobahnen betreibt das Unternehmen. Der Umsatz belief sich 2013 geschätzt auf 600 Millionen Euro – Stagnation im Jahresvergleich.

Platz 3

LSG Lufthansa Service

Der Caterer der Fluggesellschaft Lufthansa steigert den Umsatz um etwas mehr als drei Prozent auf 753 Millionen Euro.

Platz 2

Burger King

Die Fast-Food-Kette hat 696 Restaurants und legte 2013 geschätzt beim Umsatz um etwas mehr als fünf Prozent auf 833 Millionen Euro zu.

Platz 1

McDonald’s

Die US-Burgerkette liegt unangefochten auf Rang 1. Mit 1468 Restaurants setzte McDonald’s geschätzt 3,1 Milliarden Euro.

Fast 20 Jahre später erhört die im Film persiflierte Fast-Food-Kette die Forderung von Michael Douglas. McDonald's will US-Medienberichten zufolge in seinen US-Restaurants künftig den ganzen Tag Frühstück anbieten. Der Konzern kämpft mit einem mauen Geschäft. „Die Performance in der jüngsten Vergangenheit war armselig, die Zahlen lügen nicht“, gab Konzernchef Steve Easterbrook Anfang Mai zu, als er die ersten groben Züge einer Neuausrichtung bekanntgab.

Das Unternehmen soll künftig nicht mehr wie bislang nach der Geografie der Märkte, sondern in vier Kategorien je nach Wachstum geordnet sein. Es sollen noch mehr Restaurants nicht in Eigenregie, sondern von Franchisenehmern betrieben werden, und schließlich schüttelt Easterbrook das Management durch. Denn er beklagt zu lange Entscheidungsprozesse, die das Unternehmen lahmten.

Kommentare (1)

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Herr Gerhard Golenz-Zeubner

12.05.2015, 11:09 Uhr

So lange die Burger bei McD so aussehen, als hätte bereits jemand drauf gesessen, können sie ihre Burger alleine essen.
In Berlin bspw. gibt es inzwischen derartig viel Konkurrenz mit einem überzeugenderen Angebot, dass es McD schwer haben wird, seine aktuelle Marktposition zu halten, geschweige denn, zu früheren Gewinnmargen zurück kehren zu können.

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