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21.04.2015

11:45 Uhr

Führungsstreit bei Media-Saturn

Metro setzt sich durch

Im Streit um die Führung bei Media-Saturn hat sich der Handelsriese Metro erwartungsgemäß durchgesetzt. Minderheitseigentümer Erich Kellerhals hatte versucht, Geschäftsführer Pieter Haas abzuberufen.

Im Streit um die Führung bei Europas größtem Elektrofachhändler Media-Saturn hat sich der Handelsriese Metro erwartungsgemäß durchgesetzt. dpa

Metro und Media-Markt.

Im Streit um die Führung bei Europas größtem Elektrofachhändler Media-Saturn hat sich der Handelsriese Metro erwartungsgemäß durchgesetzt.

IngolstadtDer von der Metro entsandte Manager Pieter Haas darf nach einem Gerichtsentscheid an der Spitze der Elektronikhandelskette Media-Saturn bleiben. Der Handelskonzern hat sich im Streit um die Führung bei Europas größtem Elektrofachhändler Media-Saturn gegen den Minderheitseigentümer Erich Kellerhals wie erwartet durchgesetzt.

Kellerhals scheiterte vor dem Landgericht Ingolstadt mit dem Versuch, den Media-Saturn-Geschäftsführer Pieter Haas per Urteil abzuberufen. Kellerhals, der sich mit dem Düsseldorfer Handelsriesen seit Jahren einen Machtkampf um Media-Saturn liefert, hatte Haas unter anderem vorgeworfen, einseitig Interessen der Metro zu vertreten und kein Konzept für die Zukunft der Kette zu haben.

Die Handelskammer des Landgerichts Ingolstadt wies mit einem Urteil vom Dienstag eine Klage von Kellerhals' Investmentgesellschaft Convergenta ab, mit der Kellerhals eine Abberufung von Haas durchsetzen wollte, wie das Gericht mitteilte.

Wie das Gericht am Dienstag mitteilte, gebe es keine relevanten Pflichtverstöße, die einen solchen Schritt rechtfertigen würden. Gegen den Richterspruch sind allerdings Rechtsmittel möglich.

Der Metro-Konzern hatte Haas in die Geschäftsführung von Media-Saturn entsandt, um die Neuausrichtung der Elektronik-Kette voranzutreiben. Da Haas zugleich auch Vorstand bei der Metro ist, sah Kellerhals in der Doppelfunktion einen Interessenkonflikt und zog vor Gericht.

Kellerhals, einer der Gründer der Elektrohandelskette, hält zwar nur knapp 22 Prozent an Media-Saturn, hat aber umfassende Veto-Rechte. Dem Metro-Konzern, der über 78 Prozent der Anteile kontrolliert, sind diese ein Dorn im Auge - der Konzern versucht, sie auszuhebeln.

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