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30.07.2012

18:36 Uhr

Führungswechsel

Tui-Chef Frenzel hört 2013 auf

Führungswechsel beim deutschen Reisekonzern Tui. Michael Frenzel will im Februar 2013 von seinem Posten als Vorstandschef zurücktreten. Ein Nachfolger für den 65-Jährigen steht schon fest.

Abflug: Tui-Chef Michael Frenzel will Anfang 2013 abtreten. Reuters

Abflug: Tui-Chef Michael Frenzel will Anfang 2013 abtreten.

HannoverEnde einer Ära beim Reiseriesen Tui: Der langjährige Vorstandschef Michael Frenzel gibt im nächsten Jahr sein Amt ab - ein Jahr früher als geplant. Sein Nachfolger kommt aus der Mobilfunkbranche.

Der 65-jährige Frenzel beende mit der Hauptversammlung am 13. Februar 2013 seine Laufbahn, teilte die Tui am Montag in Hannover mit. Sein Nachfolger wird Friedrich Joussen (49), derzeit noch Deutschland-Chef des Mobilfunkunternehmens Vodafone.

Frenzels Abgang kommt früher als geplant. Denn im Sommer 2011 war sein Vertrag, der im März 2012 ausgelaufen wäre, noch um weitere zwei Jahre verlängert worden. Die Verlängerung sollte es Frenzel ermöglichen, den Konzernumbau zu Ende zu bringen, hieß es damals.

Im Mai dieses Jahres dann hatte die Tui einen Bericht zurückgewiesen, nach dem Frenzel früher als geplant abgelöst werden soll. Frenzel sei bis Ende März 2014 für seine Aufgabe bestellt, hatte Aufsichtsratschef Klaus Mangold gesagt.

Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete, arbeitete Mangold hinter den Kulissen an einem früheren Abtritt Frenzels. Offiziell hieß es am Montag nach einer Aufsichtsratssitzung, Frenzel scheide „auf eigenen Wunsch“ aus dem Tui-Vorstand aus. Ein Tui-Sprecher sagte: „Wir haben einen geordneten Übergang.“

Wie die „Hannoversche Allgemeinen Zeitung“ zudem berichtet hatte, dringt Tui-Großaktionär Alexej Mordaschow auf einen schnelleren Umbau des Reisekonzerns. Der russische Anteilseigner habe dem Vorstand sehr deutlich gemacht, dass er mit seinem Engagement in Hannover endlich Geld verdienen wolle, hatte die Zeitung Unternehmenskreise zitiert. Mordaschow war 2007 bei der Tui eingestiegen und hatte seinen Anteil in mehreren Schritten erhöht, auf derzeit rund 25 Prozent. Er ist damit größter Tui-Aktionär vor dem norwegischen Reeder John Fredriksen mit etwa 15 Prozent. Tui wollte den Bericht nicht kommentieren.

Kommentare (2)

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limbi

30.07.2012, 18:48 Uhr

Tja, keiner wird ihm eine Träne nachweinen. Das was er aus einem Konzern Namens Preussag gemacht hat...
Ich sage nur Salzgitter,Noell,Minimax,VTG,Fermacell,Wolf Heiztechnik,Kermi,Hapag Loyd, alles waren Unternehmen der Preussag , die Aktien würden heut noch besser dastehen als die ständige Talfahrt der TUI Aktie seit 1998.
Mit Tourismus werden keine Werte geschaffen......

martinluther

30.07.2012, 19:53 Uhr

Ja, seine Zeit bei der PREUSSAG habe ich als Mitarbeiter mit erlebt. Es ging nur ums verkaufen der Konzernfirmen. Herr Frenzel ein SPD-Kommunalpolitiker mit West-LBs-Gnaden installiert. Er hat alles was Realwert hatte zerschlagen. Fragen Sie mal die Menschen in Salzgitter und Hannover!
Jetzt darf er endlich die Früchte seiner Arbeit genießen. Hat er schon das Bundesverdienstkreuz.Wenn nicht, Gerhard Schröder schlägt den bestimmt vor.

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