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13.01.2012

11:07 Uhr

Für 2011

Fraport verzeichnet Passagierrekord

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport hat im Jahr 2011 so viele Passagiere gezählt wie nie zuvor. Bei der Fracht und Luftpost verbuchte das Unternehmen einen Rückgang von rund drei Prozent.

Fraport-Chef Stefan Schulte kann sich über ein Rekordaufkommen an Passagiere freuen. dpa

Fraport-Chef Stefan Schulte kann sich über ein Rekordaufkommen an Passagiere freuen.

FrankfurtDer Frankfurter Flughafen hat im Jahr 2011 einen erneuten Passagierrekord erzielt. 56,44 Millionen Passagiere und damit 6,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor nutzten Deutschlands größten Flughafen, wie die Betreibergesellschaft Fraport am Freitag mitteilte. Einen noch geringen Anteil am Zuwachs hatte die im Oktober eröffnete neue Landebahn, die dem Flughafen über Jahre weiteres stabiles Wachstum ermöglicht. Im Rhein-Main-Gebiet gibt es aber starken Protest gegen den zusätzlichen Fluglärm, der eine Ausweitung auf die noch nicht erreichte Maximal-Kapazität in Frage stellt.

Laut Fraport stieg auch die Zahl der Flugbewegungen um 4,9 Prozent auf gut 487.000 Starts und Landungen. Als Maximalkapazität mit der neuen Bahn hat Fraport mehr als 700.000 Flugbewegungen im Jahr bei dann 90 Millionen Passagieren genannt. Das Wachstum soll schrittweise über mehrere Jahre erfolgen. Am Donnerstag hatte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) mit Blick auf die Proteste erklärt, dass die Kapazität nicht zwingend komplett ausgereizt werden könne. Er vermied es aber, konkrete Obergrenzen zu nennen.

Mit dem Zuwachs in Frankfurt hat Fraport das obere Ende der eigenen Prognose erreicht. Für das gerade begonnene Jahr ist Fraportchef Stefan Schulte wegen der unsicheren Weltkonjunktur nicht so optimistisch und hat sich auf einer Analystenpräsentation auf das untere Ende der Spanne zwischen vier und sieben Prozent festgelegt.

Als einzige Kennziffer verringerte sich 2011 der Frachtumschlag um 2,8 Prozent auf 2,17 Millionen Tonnen. Dazu haben die schwache Konjunktur und wohl auch das seit Oktober geltende Nachtflugverbot beigetragen, das vor allem die nächtlichen Frachtflüge getroffen hat.

Einen besonders starken Zuwachs in Frankfurt verzeichnete der Flughafenbetreiber im Dezember, als die Passagierzahl um 12,2 Prozent auf 4,25 Millionen stieg. Die Steigerung ist aber zum größeren Teil auf die schwachen Zahlen aus dem Vorjahr zurückzuführen, als schwieriges Winterwetter den Flugbetrieb behinderte.

Auch bei seinen internationalen Beteiligungen konnte Fraport Zuwächse erzielen. Konzernweit konnten mit 96,6 Millionen Fluggästen gut neun Prozent mehr Passagiere begrüßt werden als im Jahr zuvor. Spitzenreiter war erneut der Flughafen in der türkischen Touristenmetropole Antalya mit knapp 25 Millionen Gästen und einer Steigerung um 12,7 Prozent. In der peruanischen Hauptstadt Lima stieg die Zahl sogar um 14,7 Prozent auf 11,8 Millionen Gäste.

Von

dpa

Kommentare (1)

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13.01.2012, 14:04 Uhr

56,44 Mio. Passagiere sind viel für Frankfurt und vielleicht die höchste Zahl, die sie erreichen können. Denn es gibt von mehreren Fronten Probleme.
1. Nachflugverbot. Wenn dieses so bestehen bleibt, wird sich das Frachtgeschäft langfristig etwas besseres überlegen müssen als auf Frankfurt zu beharren.
2. Die Öffnung des Berliner Großflughafens wird mehr Direktflüge aus Übersee nach Berlin umleiten (Hauptstadtbonus - internationale Bekanntheit)
3. Sollte sich die Prognosen von Boeing mit seinem Dreamliner Konzept (Kleine 2-aisle Langstreckenflugzeuge zum direkten Bedienen kleiner Ziele) durchsetzen, dann werden Ziele wie Hamburg, Düsseldorf und München direkt angeflogen werden.
4. Als großer internationaler Hub könnte in Zukunft London, Paris und Madrid ausreichen, weil Deutschland ohnehin schon sehr federale Flughafenstruktur hat.

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