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01.06.2011

17:57 Uhr

Fusion

Deutsche Börse: Abschluss bis Ende des Jahres

Auf dem Weg zu dem neuen Börsenriesen müssen die beiden Unternehmen noch einige Hindernisse überwinden. Die Aktionäre beider Konzerne haben die Möglichkeit, die Pläne zum Scheitern zu bringen, und auch die Wettbewerbsbehörden auf beiden Seiten des Atlantiks müssen den Zusammenschluss durchwinken.

Die Nyse sieht der Fusion optimistisch entgegen. Quelle: Reuters

Die Nyse sieht der Fusion optimistisch entgegen.

Frankfurt„Die Unternehmen gehen weiterhin davon aus, die Transaktion wie geplant Ende des Jahres abschließen zu können“, teilte der Dax-Konzern anlässlich einer Informationsveranstaltung für Investoren mit. Es gehe alles seinen geordneten Gang, sagte auch Nyse-Chef Duncan Niederauer. Doch bis zur Abstimmung der Nyse-Aktionäre am 7. Juli dürften noch nicht alle regulatorischen Genehmigungen vorliegen, fügte er hinzu.

Auf der Versammlung Anfang Juli müssen mindestens 50 Prozent der Nyse-Investoren für die Fusion stimmen. Daneben läuft bis zum 13. Juli ein Übernahmegebot der Deutschen Börse an ihre Aktionäre. Mindestens 75 Prozent der deutschen Papiere sollen für den geplanten Tausch in Aktien des neuen Konzerns eingesammelt werden. Geben zu wenige Investoren ihre Aktien zurück, platzt der Traum von Deutsche-Börse-Chef Reto Francioni und seinem Kollegen Niederauer, den weltgrößten Börsenkonzern zu schmieden.

Von dem im Februar vereinbarten Zusammenschluss versprechen sich die beiden Unternehmen Einsparungen von rund 400 Millionen Euro jährlich sowie Umsatzsteigerungen von mindestens 150 Millionen. Der größte Teil der Einsparungen - 130 Millionen Euro - soll aus der Nutzung einer gemeinsamen Handels- und Abwicklungstechnologie kommen.

Eine Hürde für den geplanten Börsenriesen ist immerhin schon weggefallen: Die Rivalen Nasdaq OMX und ICE hatten versucht, die Nyse-Aktionäre mit einem höheren Gebot auf ihre Seite zu ziehen und den transatlantischen Zusammenschluss zu verhindern. Doch als sich abzeichnete, dass ihnen die US-Wettbewerbsbehörden kein grünes Licht geben würden, hatten Nasdaq und ICE das Feld geräumt.

Von

rtr

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