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26.05.2011

01:14 Uhr

Fusionswelle

Kampf um kanadische Börse

Die kanadische Börse lehnt ein Angebot von Banken und Pensionsfonds aus Kanada ab. Stattdessen wollen sich die Kanadier lieber mit den Londonern zusammentun.

Der Unternehmenführer des kanadischen Börsenbetreibers TMX Group Thomas Kloet. Quelle: Reuters

Der Unternehmenführer des kanadischen Börsenbetreibers TMX Group Thomas Kloet.

TorontoDer Kampf um den kanadischen Börsenbetreiber TMX Group geht weiter. Ein Konsortium aus heimischen Banken und Pensionsfonds kündigte am Mittwoch an, sein Angebot in Höhe von 3,6 Milliarden kanadischen Dollar (2,6 Milliarden Euro) direkt den TMX-Aktionären vorzulegen.

TMX hatte die Avancen zurückgewiesen und will stattdessen mit der Londoner Börse zusammengehen. Das Angebot der London Stock Exchange von umgerechnet 2,1 Milliarden Euro wurde im Februar bekanntgegeben. Die Aktionäre beider Unternehmen sollen am 30. Juni über die Fusion entscheiden.

Die LSE will sich mit dem Zukauf im Wettstreit um internationale Investoren stärken. Gemeinsam mit der TMX will sie zum weltweit viertgrößten Handelsplatz und zur Nummer eins im Geschäft mit Rohstoffaktien aufsteigen. Gegner in Kanada befürchten, dass die heimischen Kapitalmärkte damit unter ausländische Kontrolle fallen.

Der Kampf um TMX ist Teil einer Fusionswelle, die derzeit durch die Börsenlandschaft rollt. So wollen sich die Deutsche Börse in Frankfurt und die New Yorker NYSE Euronext zum weltgrößten Handelsplatz für Aktien und Derivate zusammenschließen. Auch hier hatte sich Widerstand formiert. Die US-Rivalen Nasdaq OMX und ICE zogen ihr Übernahmeangebot für die NYSE aber kürzlich zurück.

Von

rtr

Kommentare (1)

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Revision

26.05.2011, 05:43 Uhr

die kanadische Finanzwelt und Politik steht noch immer unter sehr starkem Einfluss und Kontrolle der Englaender. Es geht mehr um die Blutsbruederschaft als der wirtschaftliche Fortschritt.

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