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27.04.2014

17:05 Uhr

Futtermittel

McDonald's erlaubt Gentechnik-Burger

Bisher hat die Fast-Food-Kette McDonald's in Europa nur gentechnikfreie Hähnchenburger verkauft. Doch nun dürfen die Fleischlieferanten auch gentechnisch verändertes Futter einsetzen. Greenpeace wittert Profitgier.

McDonald's steigt aus Preisgründen auf gentechnisch verändertes Futter um. dpa

McDonald's steigt aus Preisgründen auf gentechnisch verändertes Futter um.

MünchenSeit Anfang April erlaubt der Fastfood-Konzern McDonald's seinen Hähnchenfleisch-Lieferanten den Einsatz von gentechnisch verändertem Futtermittel. Ein Sprecher von McDonald's Deutschland bestätigte am Sonntag einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Der Kurswechsel des Konzerns stieß bei der Umweltorganisation Greenpeace auf scharfe Kritik.

McDonald's in Europa hatte bisher von seinen Hähnchenlieferanten verlangt, dass diese nur gentechnisch unverändertes Futter verwenden. Nun aber hätten die internationalen und nationalen Lieferanten von Hähnchenfleisch mitgeteilt, „dass sie mit Beginn des zweiten Quartals dieses Jahres keine ausreichenden Mengen an nicht gentechnisch veränderten Futtermitteln zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen garantieren können“, erläuterte der Konzernsprecher.

„Für McDonald's zählt nur der Preis“, sagte Stephanie Töwe-Rimkeit von Greenpeace dem „Spiegel“ zufolge. Mit jedem Chickenburger bekomme der Kunde in Zukunft ein Menü, das den Einsatz von Gift und Gentechnik in der Landwirtschaft fördere. „Und das, obwohl eine Mehrheit der Verbraucher keine Gentechnik im Essen will.“ Nach Berechnungen von Greenpeace würde sich ein Chickenburger um weniger als einen Cent verteuern, wenn der Konzern weiterhin auf gentechnisch verändertes Futtermittel verzichten würde.

McDonald's dagegen betonte, durch die neue Praxis würden Qualität und Sicherheit des Essens nicht beeinträchtigt. Auch die Weltgesundheitsorganisation habe erst kürzlich festgestellt, dass gentechnisch verändertes Tierfutter keine Auswirkungen auf die Qualität oder Sicherheit von Fleisch, Milch oder Eiern habe, betonte der Konzernsprecher.

Vor diesem Hintergrund habe McDonald's Europe in 27 europäischen Märkten im zweiten Quartal die Beschränkung für Lieferanten aufgehoben, wonach diese ausschließlich nicht gentechnisch verändertes Hühnerfutter verwenden durften. Bezogen auf McDonald's Deutschland gelte dies für alle Chicken-Produkte.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

28.04.2014, 08:12 Uhr

Wird Zeit das diese Kette völlig boykottiert wird. Jeder Manager aus der Lebensmittelbranche weis wie die Mehrzahl der deutschen Bevölkerung zu diesem Chemiemüll steht.

Sich darüber hinwegsetzen zu wollen, grenzt an dummste Dreistigkeit.
das gilt übrigens auch für die politisch verantwortlichen Personen.

Hoffentlich "fressen" Die diesen Chemiemüll selbst ordentlich.

Account gelöscht!

28.04.2014, 11:23 Uhr

Ich würde an Ihrer Stelle einfach nur den guten Greenpiss-Burger essen.
Ähnlich wie bei dem Strom mit ähnlichen Namen bekommen Sie dann wahrscheinlich auch "umgerubeltes" Hähnchenfleisch mit etwas höherer Ideologie-Abgaben Spanne.
Wichtig für Sie könnte auch noch sein, dass damit auf jeden Fall auch die Belastung mit Öko-Salmonellen erhalten bleibt (pro Jahr ca. 50.000 Schwerkranke und 100 Tote) weil ja grüne Erzeuger und Öko-Ideologen in Deutschland die Desinfizierung der Schlachtkörper verhindern mit der sogenannten "Chlorhähnchen"-Hetze.

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