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30.05.2012

13:34 Uhr

Galgenfrist bis Freitag

Kaum noch Hoffnung für Schlecker

Branchenkennern zufolge steht das Aus für über 14.300 Schlecker-Mitarbeiter unmittelbar bevor. Am Freitag kann Insolvenzverwalter Geiwitz den Gläubigern noch ein Investoren-Angebot vorlegen. Wenn es denn eins gibt.

Eine leere Schlecker-Filiale in Hamburg. dapd

Eine leere Schlecker-Filiale in Hamburg.

Ehingen/UlmDie Rettung der insolventen Drogeriekette Schlecker wird immer unwahrscheinlicher. Unterschriftsreife Investorenangebote solle nach dpa-Informationen weiter nicht vorliegen. Nach Informationen der „Südwest Presse“ ist am kommenden Freitag bei der entscheidenden Gläubigerausschuss-Sitzung ein Beschluss über die Zerschlagung der Drogeriekette zu erwarten. „Das Urteil ist gefallen. Am kommenden Freitag gibt es nur die Verkündung“, zitierte die Zeitung am Mittwoch Branchenkenner.

Der größte Gläubiger und Kreditversicherer Euler Hermes wolle in dem Fall die Schuld am endgültigen Schlecker-Aus nicht auf sich nehmen. „Sollte die Rettung nicht funktionieren, lag es nicht an uns, sondern daran, dass es kein Konzept gab“, sagte ein Sprecher der Zeitung zufolge. Euler Hermes habe bis zum Schluss konstruktiv mit dem Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz zusammengearbeitet.

Euler Hermes bestätigte dem Bericht nach, dass derzeit Konzepte des Karstadt-Eigners Nicolas Berggruen und des US-Investors Cerberus Capital Management geprüft würden. Es käme dabei auf die Höhe des Kaufpreises und die Tragfähigkeit der Konzepte der Investoren gleichermaßen an. Euler Hermes wollte gegenüber dpa konkrete Investorennamen nicht nennen. Der Kreditversicherer hat Warenlieferungen an Schlecker von rund 300 Millionen Euro abgesichert.

Gläubiger vertagen sich: Letzte Galgenfrist für Schlecker

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Letzte Galgenfrist für Schlecker

Der Insolvenzverwalter gibt sich noch bis Freitag Zeit, einen Käufer zu finden.

Am vergangenen Freitag hatten die drei größten Schlecker-Gläubiger Geiwitz eine letzte Galgenfrist von einer Woche gegeben, um einen Investor mit belastbarem Angebot zu präsentieren. Gelingt ihm dies bis Freitagvormittag (1. Juni) nicht, wird der Betrieb eingestellt und restliche Vermögenswerte veräußert. Das würde auch das Aus für mehr als 14 300 Schlecker-Mitarbeiter bedeuten.

Insolvenzverwalter gewährt Schlecker eine Galgenfrist

Video: Insolvenzverwalter gewährt Schlecker eine Galgenfrist

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Von

dpa

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

30.05.2012, 14:55 Uhr

Ich würde den Laden nicht für 1 Euro kaufen!!!

Es wäre sicher billiger eine Kette mit ein paar Mio neu aus dem Boden zu stampfen, als eine verbrannte Marke mit Außenständen und prozessierenden Mitarbeitern zu kaufen.

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