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31.10.2013

13:47 Uhr

Gefährliche Chemikalien

Adidas und Nike sind Greenpeace zu giftig

Umweltschützer fordern gesündere Textilien von Sportartikelherstellern. Laut Greenpeace hält sich vor allem Adidas nicht an die Vorgaben des „Detox“-Abkommens zur Entgiftung von Kleidung. Die Konzerne weisen das zurück.

Da sieht Greenpeace rot: Laut dem Umweltverband sind die Produkte von Adidas nicht so giftfrei, wie sie sein sollten. Reuters

Da sieht Greenpeace rot: Laut dem Umweltverband sind die Produkte von Adidas nicht so giftfrei, wie sie sein sollten.

HamburgDie Umweltschutzorganisation Greenpeace hat den beiden Sportartikel- und Textilgiganten Adidas und Nike fehlenden Eifer bei der Entgiftung ihrer Produktion vorgeworfen. Zwar hätten die Konzerne sich im Rahmen der Greenpeace-Kampagne „Detox“ zum Gift-Ausstieg bis 2020 verpflichtet, ließen nun aber „Taten vermissen, teilte die Organisation am Donnerstag in Hamburg mit. Adidas wies die Vorwürfe zurück und erklärte, diese basierten nicht auf Fakten.

„Gerade Adidas macht weiter wie bisher“, erklärte der Greenpeace-Chemieexperte Manfred Santen. Die Firma aus Herzogenaurach und ihr US-Konkurrent Nike seien zum Detox-Kampagnenstart vor zwei Jahren noch Vorreiter gewesen, versteckten sich jetzt aber hinter „leeren Papierversprechen“.

Die größten Sportartikelhersteller (Umsatz 2012)

Nike

17,8 Milliarden Euro

Adidas

14,9 Milliarden Euro

VF Corp. (USA)

5 Milliarden Euro

Puma

3,3 Milliarden Euro

Asics

2,3 Milliarden Euro

Jarden

2,1 Milliarden Euro

Amer Sports

2,1 Milliarden Euro

New Balance

2,1 Milliarden Euro

Quiksilver

1,6 Milliarden Euro

Columbia Sport

1,3 Milliarden Euro

Billabong

1,1 Milliarden Euro

Pacific Sunwear

0,6 Milliarden Euro

Quellen

FAZ, GfK, Sport-Scheck, eigene Recherche (via Statista.de)

Besser macht es nach Angaben der Umweltschützer etwa das Unternehmen Benetton. Es setze auf modernste Technologie zur Verbannung schädlicher Chemikalien und stehe für vorbildliche Transparenz bei seinen Zulieferern in China und südlichen Ländern. Lob erhielten auch Modemarken wie H&M, Mango und Zara.

Adidas erklärte am Donnerstag in Herzogenaurach, es erfülle alle Verpflichtungen, die es Greenpeace gegenüber zum Start der Kampagne abgegeben habe. "Wir arbeiten seit Jahren erfolgreich an der Reduzierung und schrittweisen Eliminierung gefährlicher Chemikalien in unserer Beschaffungskette."

Unter anderem sei Adidas die einzige Marke, weltweit die sich formell verpflichtet habe, auf zwölf spezifische gefährliche Chemikalien zu verzichten. Alle relevanten Standards zum Umgang mit Chemikalien in der eigenen Lieferkette seien öffentlich und erfüllten strengste Vorgaben. Die Einhaltung werde auch von unabhängigen Experten überwacht.

Nach Angaben von Greenpeace haben sich 17 Unternehmen generell zur Entgiftung ihrer Textilproduktion bis 2020 verpflichtet. Die Organisation verfolgt deren weiteres Verhalten im Rahmen ihrer Kampagne und veröffentlicht Statusberichte als sogenannten Detox-Catwalk (zu deutsch: Entgiftungs-Laufsteg) im Internet. In die Beurteilung fließt dabei etwa ein, ob Firmen genaue Daten über den Schadstoffanfall in ihren Fabriken veröffentlichen und welche Gegenmaßnahmen sie planen. Bei der Textilproduktion in Ländern wie China, Pakistan und Mexiko werden nach Greenpeace-Angaben oft Gewässer verseucht, was Menschen und Umwelt gefährdet.

Von

afp

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

31.10.2013, 15:23 Uhr

Greenpeace? Ist das nicht diese Piraterietruppe die mittlerweile Gott sei dank von den Behörden des einzig verbliebenen vernünftiges Landes der Welt festgesetzt wurde?

Schade das es in Russland keine Todesstrafe mehr gibt, aber andererseits ist es auch richtig das man sich nicht mit solchen Unrechtsregimen wie den USA auf eine Stufe zu stellen, dem Orwellschen Überwachungsstaat mit DarthVadder an der Spitze.

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