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31.03.2006

14:51 Uhr

Geldtransport-Unternehmen

Ausländische Finanzinvestoren buhlen um Heros

Die Mitarbeiter des insolventen Geldtransport-Unternehmens Heros dürfen hoffen, ihre Arbeitsplätze zu behalten. Es gibt mehrere Interessenten.

HB HANNOVER. Dem Insolvenzverwalter liegen inzwischen drei bindende Angebote vor. „Zwei davon richten sich auf die Übernahme der gesamten Heros-Gruppe, ein weiteres ist auf Teile des Unternehmens beschränkt“, teilte der Fachanwalt für Insolvenzrecht, Manuel Sack, am Freitag in Hannover mit. Der vorläufige Gläubigerausschuss habe sich bereits für die Aufnahme von abschließenden Verhandlungen mit zwei Bietern ausgesprochen.

Dabei handele es sich um „internationale Finanzinvestoren mit ausgezeichneter Bonität“, sagte Sack. „Beide Angebote sind von hoher Professionalität gekennzeichnet. Damit wird der Erhalt der bundesweiten Strukturen der Heros-Gruppe immer wahrscheinlicher.“ Beide Bieter seien „geeignet, das notwendige Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen“. Er sei zuversichtlich, dass die noch offenen Detailfragen schnell geklärt werden könnten, sagte Sack. Bis spätestens Ende April solle der neue Investor feststehen.

Heros-Chef Karl-Heinz Weis und drei Mitarbeiter sitzen in Untersuchungshaft, weil sie 350 Mill. Euro unterschlagen haben sollen. Dadurch sind nach Einschätzung von Sack bis zu 1 000 Kunden geschädigt worden. Gleich nach Bekanntwerden der Vorwürfe vor sechs Wochen hatte Heros Insolvenz angemeldet.

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