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23.12.2013

12:45 Uhr

Geplatzte Allianz

Tiffany muss Swatch Schadenersatz zahlen

2008 schmiedeten der Juwelier Tiffany und der Schweizer Uhrenhersteller Swatch eine hoffnungsvolle Allianz für die Zukunft. Daraus wurde nichts – und das kommt Tiffany nun teuer zu stehen.

Swatch und Tiffany hatten 2008 eine Vereinbarung zur Entwicklung von Uhren unter der Marke Tiffany geschlossen. Reuters

Swatch und Tiffany hatten 2008 eine Vereinbarung zur Entwicklung von Uhren unter der Marke Tiffany geschlossen.

Zürich/New YorkDer Schweizer Uhrenhersteller Swatch hat einen Rechtsstreit mit dem US-Juwelier Tiffany gewonnen. Ein niederländisches Schiedsgericht habe entschieden, dass Tiffany dem einstigen Kooperationspartner nach der gescheiterten Zusammenarbeit 402 Millionen Schweizer Franken (327 Millionen Euro) zahlen müsse, teilte Swatch am Sonntag mit. Tiffany reagierte "geschockt und extrem enttäuscht" auf den Schiedsspruch und kündigte an, rechtliche Schritte zu prüfen.

Bei dem Streit ging es um eine im Jahr 2007 vereinbarte Kooperation, die vorsah, gemeinsam Luxusuhren zu entwerfen und zu vermarkten. Das dafür gegründete Gemeinschaftsunternehmen Tiffany Watch wurde geführt von Nayla Hayek, der Tochter von Swatch-Gründer Nicolas Hayek. Im Herbst 2011 wurde die Zusammenarbeit auf Initiative des Swatch-Konzerns beendet, der Tiffany eine systematische Behinderung der Geschäftsentwicklung vorwarf.

Beide Seiten zogen daraufhin vor Gericht, Swatch verlangte ursprünglich sogar 3,8 Milliarden Franken. Tiffany pochte seinerseits auf 542 Millionen Franken als Kompensation. Diese Forderung wurde von dem Schiedsgericht nun zurückgewiesen. Tiffany-Chef Michael Kowalski sagte, seine Firma habe "ausreichende finanzielle Ressourcen", um die Zahlung zu leisten.

Von

afp

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