Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.04.2013

18:35 Uhr

Gerichtsurteil

Airlines müssen Flugverbote wegen Aschewolke akzeptieren

Das Verwaltungsgericht Darmstadt hat eine Klage von Air Berlin und Condor zurückgewiesen. Die beiden Fluggesellschaften hatten gegen die Flugverbote wegen der Aschewolke eines isländischen Vulkans geklagt.

Air Berlin und Condor sind mit einer Klage gegen die Flugverbote wegen der Aschewolke eines isländischen Vulkans gescheitert. dpa

Air Berlin und Condor sind mit einer Klage gegen die Flugverbote wegen der Aschewolke eines isländischen Vulkans gescheitert.

DarmstadtDie Fluggesellschaften Air Berlin und Condor sind mit ihrer Klage gegen Flugverbote nach der Aschewolke eines ausgebrochenen Vulkans auf Island gescheitert. Das Verwaltungsgericht Darmstadt wies am Dienstag das Vorgehen gegen die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Langen ab, wie ein Sprecher des Gerichts mitteilte. Die Flugsicherung hatte für etliche Stunden des 25. Mai 2011 für die Flughäfen Berlin, Hamburg und Bremen keine Starterlaubnis erteilt, nachdem Asche des Vulkans Grimsvötn aufgestiegen war.

Bei den Mitteilungen der DFS habe es sich aber nicht um anfechtbare „Verwaltungsakte“ gehandelt, meinte das Gericht, sondern um bloße Mitteilungen. Grundlegende Regelungen habe die vom Bundesverkehrsministerium zuvor erlassene Allgemeinverfügung enthalten. Sie war von den Fluggesellschaften allerdings nicht angefochten worden (Az: 4 K 922/11.DA).

Nach Auffassung der Airlines Air Berlin und der zum Thomas-Cook-Konzern gehörenden Condor hatten die Flugverbote keine ausreichende Grundlage gehabt. Sie kündigten an, die schriftliche Entscheidung des Gerichts abwarten zu wollen. Dann erst könne über weitere Schritte entschieden werden.

Der Vulkanausbruch hatte im Mai 2011 zahlreiche Flugzeuge am Boden gehalten. Laut Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol von damals fielen europaweit an drei Tagen rund 900 Flüge aus - etwa jeder 100. Flug. Gut ein Jahr zuvor hatte die Aschewolke des Gletschervulkans Eyjafjallajökull den Flugverkehr in weiten Teilen Europas wochenlang lahmgelegt.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Harald

23.04.2013, 19:32 Uhr

Hätte man die Jets starten lassen und es wäre etwas passiert, wäre sicher ebenfalls von den Gesellschaften geklagt worden, mit dem Ziel festzustellen, das man den Abflug wegen der Gefahr hätte verhindern müssen und das die Airlines keine Schuld trifft. Wieso können die nicht einfach mal akzeptieren was Sache ist?

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×