Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.05.2012

13:29 Uhr

Gerichtsurteil

Mastercard hat zu hohe Abrechnungsgebühren erhoben

Einzelhändler zahlen für die Abrechnungen von Mastercard-Einkäufen zu hohe Gebühren - und das seit Jahren. Das ergab ein Urteil eines EU-Gerichts. Mastercard sieht das anders. Nächste Instanz: Europäischer Gerichtshof.

Einzelhändler zahlten über Jahre hinweg zu hohe Abrechnungsgebühren. dapd

Einzelhändler zahlten über Jahre hinweg zu hohe Abrechnungsgebühren.

Luxemburg/BrüsselDie Kreditkartenfirma Mastercard hat nach einem Urteil jahrelang zu hohe Abrechnungsgebühren erhoben. Das EU-Gericht wies am Donnerstag in Luxemburg die Klage von Mastercard gegen eine Entscheidung der EU-Kommission ab (Rechtssache T-111/08). Die obersten Wettbewerbshüter aus Brüssel hatten Mastercard 2007 mit hohen Bußgeldern gedroht, falls das Modell nicht geändert werde. Daraufhin hatte das Unternehmen die Gebühren 2008 gesenkt.

Nach Ansicht der Richter sind die Gebühren nicht notwendig für das Funktionieren des Mastercard-Zahlungssystems und die Kosten daher zu hoch angesetzt.

Digitale Bezahlsysteme : Mastercard will Schlüsselrolle

Digitale Bezahlsysteme

Mastercard will Schlüsselrolle

Mastercard erhebt Anspruch auf die Führung in der neuen Zukunfts-Bezahl-Welt.

Es handelt sich dabei um Bankkosten (Interchange Fees) für praktisch alle grenzüberschreitenden Kartenzahlungen in Europa. Diese Gebühren hat letztlich der Einzelhändler bei jeder Kartenzahlung zu tragen. Um die Gebühren, die ein Verbraucher an seine Bank für die Ausgabe einer Kredit- oder Zahlungskarte zahlt, geht es dabei nicht. Mastercard kündigte bereits an, den Europäischen Gerichtshof (EuGH) als nächsthöhere Instanz anzurufen.

Von

dpa

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×