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30.01.2015

17:10 Uhr

Gesellschaft für Konsumforschung

Discounter verlieren an Boden

Die deutschen Discounter erobern die Welt. Doch auf dem Heimatmarkt haben sie zu kämpfen. Im vergangenen Jahr verloren sie Marktanteile an die klassischen Supermärkte. Gerade viele Jüngere verlieren die Lust am Einkauf.

Die Logos der Discount-Supermärkte Aldi und Lidl: Unter dem Strich stagnierten laut GfK die Umsätze im Lebensmittel-Einzelhandel bei 165,1 Milliarden Euro. dpa

Aldi und Lidl

Die Logos der Discount-Supermärkte Aldi und Lidl: Unter dem Strich stagnierten laut GfK die Umsätze im Lebensmittel-Einzelhandel bei 165,1 Milliarden Euro.

NürnbergDie deutschen Discounter haben nach einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) im vergangenen Jahr gegenüber den Supermarktketten wie Edeka oder Rewe spürbar an Boden verloren. Während die Supermärkte ihre Umsätze um 1,9 Prozent steigern konnten, schrumpften die Erlöse der Billiganbieter um 1,3 Prozent, wie das Marktforschungsinstitut am Freitag mitteilte.

Der Marktanteil der Discounter verringerte sich dadurch laut GfK von 43,7 auf 43 Prozent. „Das ist fast so etwas wie ein Absturz“, betonten die Marktforscher mit Blick auf die Discounter. Selbst die in den vergangenen Jahren von Strukturproblemen gebeutelten SB-Warenhäuser hätten 2014 besser abgeschnitten als die Billiganbieter. Anders als in den vergangenen Jahren, wo sich mal der eine Discounter, mal der andere zulasten der Konkurrenten profilieren konnte, seien diesmal alle Billiganbieter vom Schrumpfen ihres Marktanteils betroffen.

Diese Händler bewerten die Kunden am besten

Platz 10

Douglas (Vorjahr: Platz 5)

Platz 9

Aldi (Vorjahr: Platz 15)

Platz 8

Tchibo (Vorjahr: Platz 11)

Platz 7

Drogerie Müller (Vorjahr: Platz 8)

Platz 6

Rossmann (Vorjahr: Platz 4)

Platz 5

Otto (Vorjahr: Platz 17)

Platz 4

Thalia (Vorjahr: Platz 6)

Platz 3

Ikea (Vorjahr: nicht gelistet)

Platz 2

Amazon (Vorjahr: Platz 2)

Platz 1

dm (Vorjahr: Platz 1)

Quelle: OC&C-Proposition-Index 2014, 2015; OC&C-Analyse

Aldi Nord erklärte allerdings auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur: „Die Meldung über Umsatzrückgänge im Discountbereich können wir für die Unternehmensgruppe Aldi Nord nicht bestätigen.“ Im Gegenteil: Das Unternehmen habe 2014 trotz der ersatzlosen Schließung von über 30 älteren Verkaufsstellen, einen Umsatzzuwachs von 0,4 Prozent erzielt. Auch Lidl betonte, man habe im Kalenderjahr 2014 trotz sinkender Marktpreise die Umsätze gesteigert und sei mit der eigenen Entwicklung „sehr zufrieden“. Zur Entwicklung des Marktanteils machten die Unternehmen allerdings keine Angaben. Von Aldi Süd war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

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