Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.09.2012

20:33 Uhr

Gesetzentwurf

Portugiesische Airline TAP wird privatisiert

Die Entscheidung ist gefallen: Die staatliche portugiesische Airline TAP wird privatisiert. Portugals Präsident erließ einen entsprechenden Gesetzentwurf. Die Privatisierung soll bis Ende des Jahres abgewickelt werden.

Das hoch verschuldete Portugal will die TAP-Privatisierung schnell über die Bühne bringen. dpa

Das hoch verschuldete Portugal will die TAP-Privatisierung schnell über die Bühne bringen.

LissabonDie staatliche portugiesische Fluggesellschaft TAP wird endgültig privatisiert. Portugals Präsident Anibal Cavaco Silva habe einen entsprechenden Gesetzentwurf erlassen, berichtete die Nachrichtenagentur Lusa am Mittwoch in Lissabon unter Berufung auf das Präsidialamt.

Der Privatisierungsprozess sehe zunächst eine Kapitalerhöhung und danach den Aktienverkauf vor, hieß es. Die Regierung des hoch verschuldeten Eurolandes will im Rahmen ihres finanziellen Sanierungsprogramms die Privatisierung von TAP schon bis Ende des laufenden Jahres abgewickelt haben.

Zuletzt gab es nach Medienberichten drei Interessenten, die bereits vor Ablauf der Frist am 14. September nicht bindende Angebote abgegeben haben sollen. Namen wurden offiziell aber vorerst nicht bekannt. Jüngst war unter anderem die durch die Fusion von British Airways und Iberia entstandene International Airlines Group (IAG) als Interessent abgesprungen. Auch die Lufthansa soll nach Medienberichten nach ersten Interessensbekundungen am Ende doch auf eine Offerte verzichtet haben.

Die 1945 als „Transportes Aéreos Portugueses“ gegründete Firma, heute TAP Portugal, ist die größte Fluggesellschaft Portugals und beschäftigt zur Zeit etwas mehr als 13.000 Mitarbeiter. Sie fliegt 77 Ziele in 35 Ländern an und ist Mitglied der Star Alliance, dem auch die Lufthansa angehört. 2011 transportierte die Portugiesen die Rekordzahl von 9,8 Millionen Passagieren. Der Umsatz kletterte um 4,2 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro. Aufgrund der hohen Treibstoffkosten brach der Nettogewinn von 62,3 (2010) auf 3,1 Millionen Euro ein.

Von

dpa

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

19.09.2012, 21:22 Uhr

Daran sollten sich die Griechen mal ein Beispiel nehmen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×