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25.02.2012

03:47 Uhr

Gespräche geplatzt

Erneuter Streik am Frankfurter Flughafen droht

Passagiere am größten deutschen Flughafen in Frankfurt müssen wieder mit massiven Behinderungen rechnen. Nach dem abermaligen Platzen von Tarifverhandlungen könnte es erneut zu Streiks kommen.

Konfrontationskurs am Frankfurter Flughafen. dpa

Konfrontationskurs am Frankfurter Flughafen.

FrankfurtDer Dauer-Tarifkonflikt am Frankfurter Flughafen geht in eine neue Runde: Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hat die wieder aufgenommenen Verhandlungen mit dem Flughafenbetreiber Fraport über ein neues Tarifwerk für die Beschäftigten auf dem Vorfeld des größten deutschen Airports abgebrochen. Das sagte ein GdF-Sprecher am Freitagabend. Fraport bestätigte dies. Nun droht ein neuer Ausstand.

Gewerkschaftssprecher Matthias Maas sagte am Abend der Nachrichtenagentur dpa, neue Streiks bereits an diesem Wochenende seien aber unwahrscheinlich. Am Montag komme der GdF-Vorstand zusammen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Er zeigte sich enttäuscht über das neue Fraport-Angebot. Dieses sei schlechter als der Schlichter-Spruch. Nach fünf Tagen Streik waren Fraport und die GdF am Donnerstag an den Verhandlungstisch zurückgekehrt.

200 Vorfeldlotsen, Flugzeugeinweiser und Verkehrsdisponenten hatten zuvor die Arbeit niedergelegt und mehr als 1200 Starts und Landungen verhindert. Fraport hatte mit eigens geschulten Ersatzmannschaften dagegengehalten. Die GdF fordert erhebliche Einkommenserhöhungen, höhere Zulagen und geringere Arbeitszeiten und hatte mit einem erneuten Streik gedroht, sollten sich nicht Annäherungen ergeben.

Der Gdf-Sprecher sagte am Freitagabend, in dem neuen Fraport-Angebot komme der Bereich Vorfeldaufsicht mit rund 100 Mitarbeitern nicht mehr vor. Diese Mitarbeiter sitzen beispielsweise in den „Follow-Me-Wagen“, die die Jets durch das Flughafengewirr leiten. Fraport dagegen sprach am Abend von einem „guten Angebot“, welches das Unternehmen der Gewerkschaft vorgelegt habe. Dieses habe die GdF nun abgelehnt.

Die hohen Forderungen der GdF beinhalteten nach wie vor Steigerungen im hohen zweistelligen Prozentbereich. „Sie sind durch nichts gerechtfertigt und im Hinblick auf die Vergütungen anderer Tätigkeiten an Flughäfen mit vergleichbaren Anforderungen auch nicht zu vertreten“, kritisierte Fraport. „Wir bedauern, dass die GdF trotz unseres guten Angebots weiter überzogene Forderungen durchsetzen will“, erklärte Fraport-Arbeitsdirektor Herbert Mai.

„Wir haben in den Verhandlungen das aus unserer Sicht Maximale geboten.“ Das Unternehmen habe sich gut vorbereitet, auch im Fall weiterer Streiks, den Flugbetrieb weitestgehend aufrecht zu halten. Mit den getroffenen Vorbereitungen sei Fraport auch in der Lage, längere Streikphasen durchzuhalten.

Von

dpa

Kommentare (1)

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25.02.2012, 08:33 Uhr

Primitive Streikkultur in Deutschland ist das auf dem Rücken der Idioten, die noch zur Arbeit müssen oder auf Geschäftsreisen sind. Soll das Freiheit sein oder ist das Erpressung der Öffentlichkeit ?

Gut, dass die ENergieversorger noch nicht streiken in Deutschland und einfach mal Landesweit 2 Tage den Strom abstellen. Ist bestimmt auch bald soweit in diesem beknackten Land Deutschland.

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