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31.08.2015

15:55 Uhr

Gestiegene Konsumlust

Deutsche kaufen mehr Möbel

Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt ist gut, die Einkommen der Verbraucher steigen – und damit ihr Konsum. Auch die heimische Möbelindustrie bekommt das zu spüren und meldet ein Umsatzplus im ersten Halbjahr.

Sorgen bereitet der Möbelindustrie nach eigenen Angaben ein steigender Anteil von ausländischer Ware an den in Deutschland verkauften Möbeln. dpa

Möbelfertigung

Sorgen bereitet der Möbelindustrie nach eigenen Angaben ein steigender Anteil von ausländischer Ware an den in Deutschland verkauften Möbeln.

Bad HonnefDie Konsumlust der Verbraucher und der Boom beim Wohnungsbau haben der heimischen Möbelindustrie im ersten Halbjahr 2015 ein kräftiges Umsatzplus beschert. Deren Erlöse stiegen in den ersten sechs Monaten um 4,6 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro, wie der Verband der Deutschen Möbelindustrie am Montag in Bad Honnef mitteilte. Sie hätten damit sowohl „spürbar“ über dem Vergleichswert aus dem ersten Halbjahr 2014 als auch über den Einschätzungen der Branche zum Jahresbeginn gelegen.

Als Ursache für das deutliche Plus nannte der Verband die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt und die gestiegenen Einkommen der Verbraucher, die für einen Konsumschub sorgten. Auch ein deutliches Plus bei der Bautätigkeit habe sich bemerkbar gemacht. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der fertiggestellten Wohneinheiten um 14,2 Prozent gestiegen. Diese hätten auch eingerichtet werden müssen.

Einen Beitrag leistete auch das Auslandsgeschäft, bei dem sich die wirtschaftliche Erholung im Euroraum sowie der solide Ausblick für wichtige Exportmärkte wie die USA und Großbritannien positiv bemerkbar machte. Der niedrige Eurokurs stimulierte den Export noch zusätzlich.

Auch für den Rest des Jahres ist die Branche weiterhin positiv gestimmt, wenngleich sie nach eigenen Angaben nicht mit einer Beibehaltung des hohen Umsatzwachstums rechnet. Für das Gesamtjahr prognostizierte der Verband ein Plus von knapp drei Prozent. Unter anderem schwäche sich die Wohnungsbaukonjunktur derzeit ab, darüber hinaus dürfte die kürzliche Abwertung des chinesischen Yuan das Wachstum der Ausfuhren nach Asien abschwächen.

Sorgen bereitet der Möbelindustrie nach eigenen Angaben ein steigender Anteil von ausländischer Ware an den in Deutschland verkauften Möbeln. Die Importquote sei in den vergangenen zehn Jahren stark gestiegen und liege bereits bei 61 Prozent. Angesichts dieses Trends sei davon auszugehen, dass bald zwei von drei hierzulande verkauften Möbelstücken aus dem Ausland kämen. Im ersten Halbjahr 2015 seien die Importe aus China um 24 Prozent und aus Vietnam um 32,5 Prozent gestiegen. Es gebe eine „Verschiebung des Einkaufsverhaltens des Möbelhandels“.

Von

afp

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