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15.12.2015

19:15 Uhr

Gesunde Snacks vom Coca-Cola-Rivalen

Pepsi will den Automaten wiederbeleben

Limonade und Naschereien haben es auch in den USA immer schwerer. Pepsico will jetzt gesündere Getränke und Snacks ausgerechnet aus Automaten vertreiben. Der Getränkeriese glaubt an ein Comeback im Automatengeschäft.

„Der Verkaufsautomat der Zukunft.“ PR

„Hello Goodness“-Automat

„Der Verkaufsautomat der Zukunft.“

New YorkAuch Amerikaner mögen es gesünder: Selbst auf dem überzuckerten und übersalztem US-Markt haben es Brause und Knabbereien immer schwerer. Und der Lebensmittel- und Getränkegigant Pepsico hat damit ein Problem. Nun will der Konzern einem besonders stark in Mitleidenschaft gezogenen Bereich der Branche wieder neues Leben einhauchen: den Verkaufsautomaten.

Pepsico bringt mehrere tausend Automaten mit Zweizonen-Kühlsystem heraus, die Snacks und Getränke unter dem Markenzeichen „Hello Goodness“ anbieten, teilte der US-Konzern am Montag mit. Die Maschinen werden demnach gesündere Produkte der Pepsico-Getränkesparte und ihrer Tochter Frito-Lay enthalten – wie Naked Juice, Lays Oven Baked Chips und Hummus-Dip von Sabra.

Diese Hersteller löschen weltweit den Durst

Platz 10: Suntory Holdings (Japan)

Ursprünglich eine Brauerei und Destillerie, wurden die Geschäftsfelder erweitert. Mittlerweile werden auch Softdrinks, edle Weine sowie Eis und Blumen, angeboten. Umsatz mit Getränken 2014: 7,5 Milliarden US-Dollar.

Quelle: Statista/Beverage Industry Magazine

Platz 8: Pernod Ricard (Frankreich)

Pernod Ricard ist ein französischer Wein- und Spirituosen-Konzern, der im Dezember 1975 aus der Fusion der Unternehmen Pernod und Ricard entstanden ist. Umsatz 2014: 9,6 Milliarden US-Dollar.

Platz 8: Starbucks (USA)

Das auf Kaffeeprodukte spezialisierte Einzelhandelsunternehmen kauft Kaffeebohnen, röstet und vertreibt diese über die konzerneigenen und lizenzierten Kaffeehäuser. Umsatz 2014: 12,7 Milliarden US-Dollar.

Platz 7: Diageo (Großbritannien)

Der Name Diageo setzt sich aus dem lateinischen Wort für Tag (dies) und dem griechischen Wort für Welt (geo) zusammen. Das Unternehmen ist in mehr als 180 Ländern tätig und seine Aktien werden in New York und London gehandelt. Mit 21,8 Milliarden US-Dollar Getränkeumsatz (2014) ist Diageo einer der weltweit größten Spirituosenhersteller.

Platz 6: SAB Miller (Großbritannien)

SAB Miller ist in mehr als 80 Ländern mit Brauereien vertreten. Die größten Absatzmärkte des Bierkonzerns sind Afrika, Nordamerika, Mitteleuropa und Osteuropa. Umsatz 2014: 22,3 Milliarden US-Dollar.

Platz 5: Heineken (Niederlande)

Die niederländische Brauerei wurde am 12. Juli 1864 durch Gerard Adriaan Heineken gegründet. Der Konzern setzte 2014 23,3 Milliarden US-Dollar um.

Platz 4: Nestlé (Schweiz)

Nestlé ist der weltgrößte Nahrungsmittelkonzern. Ein Drittel der Produkte sind Getränke. Umsatz 2014: 27 Milliarden US-Dollar.

Platz 3: PepsiCo (USA)

In den 1880er-Jahren entwickelte der US-Chemiker Caleb Bradham aus dem US-Bundesstaat North Carolina die „Pepsi-Cola“. Mittlerweile ist das Unternehmen zu einem der weltgrößten Lebensmittelhersteller angewachsen. Getränke-Umsatz 2014: 31 Milliarden Dollar.

Platz 2: Coca-Cola (USA)

John Stith Pemberton erfand das Getränk im Jahr 1886. Kurz vor dem Tod des Erfinders erwarb der Apothekengroßhändler Asa Griggs Candler für 2300 US-Dollar die Rechte an Coca-Cola. 1892 gründete er The Coca-Cola Company. Ein Jahr später ließ Candler Coca-Cola als Marke schützen. Umsatz 2014: 46 Milliarden US-Dollar.

Platz 1: Anheuser-Busch Inbev (Belgien)

Anheuser-Busch Inbev (kurz AB Inbev) ist – gemessen am Absatzvolumen – die größte Brauereigruppe der Welt. Sie entstand 2008 durch die Übernahme von Anheuser-Busch durch die belgisch-brasilianische Inbev-Gruppe. AB-Inbev beschäftigt mehr als 155.000 Mitarbeiter und ist mit mehr als 200 Marken in mehr als 140 Ländern vertreten. Umsatz 2014: 47 Milliarden US-Dollar.

Pepsico will damit den Ruf einer Erfindung aufpolieren, die seit langem für ungesunde Lebensmitteln, Zigaretten und andere Laster steht. Verkaufsautomaten sind zwar noch immer weit verbreitet, wurden aufgrund gesundheitlicher Bedenken jedoch aus vielen US-Schulen und von anderen Standorten verbannt. Der Umsatz im Automatengeschäft in den Vereinigten Staaten ging den Analysten von Euromonitor International zufolge 2014 um ein Prozent auf 4,5 Milliarden Dollar (rund 4,1 Milliarden Euro) zurück.

Pepsicos neue Automaten werden über eine digitale Schnittstelle verfügen, so dass Kunden mit Kreditkarten oder Bezahldiensten wie Apple Pay bezahlen können, erklärte Kirk Tanner, Manager der Pepsico-Getränkesparte. „Das ist der Verkaufsautomat der Zukunft“, sagte Tanner. „Für uns besteht die Chance, ein Marktführer im "Besser-für-Sie"-Geschäft zu sein – und wir haben eine langfristige Verpflichtung, das umzusetzen.“

Der Schritt ist Teil eines breiteren Vorstoßes von Konzernchefin Indra Nooyi, gesündere Snacks anzubieten. Die Verbraucher kehren zuckerhaltigen Getränken und Naschereien zunehmend den Rücken, was die Brause-Verkäufe des Pepsi-Konzerns und des Wettbewerbers Coca-Cola belastet.

Pepsico setzt daher auf eine Trendwende mit gesünderen Produkten. „Hello Goodness“ ist allerdings nicht für Schulen gedacht – die Automaten sollen vielmehr an Standorten wie Krankenhäusern, Universitäten, Büros und Verkehrsknotenpunkten stehen.

„Wir betrachten das als ertragssteigernd, nicht als kannibalisierend“, sagte Tanner. „Es ist großartiger Weg, unser Geschäft zu erweitern und Konsumenten an den Orten zu erreichen, an denen wir das nur über Verkaufsautomaten können.“

Diese Hersteller löschen weltweit den Durst (Teil 2)

Platz 20: Brown-Forman (USA)

Umsatz 2014: 3,9 Milliarden US-Dollar

Platz 19: Molson Coors Brewing (USA)

Umsatz 2014: 4,15 Milliarden US-Dollar

Platz 18: LVMH (Frankreich)

Umsatz 2014: 4,8 Milliarden US-Dollar

Platz 17: Danone (Frankreich)

Umsatz 2014: 5,1 Milliarden US-Dollar

Platz 16: Mondelez (USA)

Umsatz 2014: 5,6 Milliarden US-Dollar

Platz 15: Unilever (Großbritannien/Niederlande)

Umsatz 2014: 5,8 Milliarden US-Dollar

Platz 14: Bacardi (Bermudas)

Umsatz 2014: 5,9 Milliarden US-Dollar

Platz 13: Constellation Brands (USA)

Umsatz 2014: 6 Milliarden US-Dollar

Platz 12: Dr. Pepper Snapple Group (USA)

Umsatz 2014: 6,1 Milliarden US-Dollar

Platz 11: Red Bull (Österreich)

Red Bull (zu deutsch: roter Stier) ist ein Energy-Drink des gleichnamigen österreichischen Getränkeherstellers. Gründer ist Dietrich Mateschitz. Umsatz 2014: 7,2 Milliarden US-Dollar.

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