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25.08.2013

10:44 Uhr

Gesundheitsgefahr

Giftiges Benzol in Anti-Haft-Pfannen?

Nach NDR-Recherchen können Pfannen mit Anti-Haft-Beschichtung giftiges Benzol abgeben, wenn sie stark erhitzt werden. Teilweise wurde das 625-fache des in Deutschland gebräuchlichen Orientierungswertes gemessen.

Manche Pfannen stoßen den 625-fachen Orientierungswert für Benzol aus. picture-alliance

Manche Pfannen stoßen den 625-fachen Orientierungswert für Benzol aus.

Düsseldorf
Pfannen mit Anti-Haft-Beschichtung können giftiges Benzol in bedenklicher Konzentration in die Umgebungsluft abgeben. Dies hat eine Untersuchung im Auftrag des Wirtschafts- und Verbrauchermagazins "Markt" vom NDR Fernsehen ergeben. Dabei hat das mit der Prüfung betraute Labor für Umwelt- und Produktanalytik der DEKRA fabrikneue, direkt aus der Verpackung entnommene Anti-Haft-Pfannen auf einem handelsüblichen Haushaltsherd stark erhitzt.

Die anschließende Analyse wies bei einem Pfannen-Modell Benzol in einer Konzentration nach, die bei mehr als dem 625-fachen des in Deutschland gebräuchlichen Orientierungswertes für Innenräume lag. Auch bei zwei weiteren Produkten stieß das DEKRA-Labor auf bedenkliche Benzolwerte. Insgesamt wurden drei Anti-Haft-Modelle namhafter Hersteller und Händler untersucht.

Die Volkskrankheiten der Deutschen

Wirtschaftlicher Schaden

Volkskrankheiten haben nicht nur gesundheitliche sondern auch wirtschaftliche Auswirkungen. Allein im Jahre 2010 waren die Bundesbürger 17,6 Tage im Durchschnitt krankgeschrieben.

Todesursachen

Volkskrankheiten führen nicht zwangsläufig zum Tode. Deshalb ist es wichtig, zwischen Krankheiten und Todesursachen zu unterscheiden. Zu den häufigsten Todesursachen zählen in Deutschland der Herzinfarkt und der Schlaganfall. 42 Prozent der Bundesbürger waren hiervon betroffen.

Krebs

Zu den zweithäufigsten Todesursachen zählt das Krebsleiden mit 35 Prozent. Frauen versterben neben Krebserkrankungen der Verdauungsorgane nicht selten an Brustkrebs. der Darm-und Lungenkrebs ist die häufigste Todesursache bei den männlichen Bundesbürgern.

Depression

Zu den häufigsten Erkrankungen gehört die Depression. Sie belegt den vierten Platz in der Rangliste mit 9,4 Prozent. Unter Depressionen sind unterschiedliche Erkrankungen zu fassen wie beispielsweise Angstzustände.

Burn-out

Unter den Begriff der Depressionen fällt auch das Krankheitsbild des Burn-out Syndroms. Betroffene sind meist körperlich, geistig und emotional erschöpft. Grund für diesen Zustand sind Stress oder berufliche Überbelastung.

Eu-weit belaufen sich die volkswirtschaftlichen Folgekosten auf 20 Milliarden Euro jährlich.

Atemwege

Platz 3 belegen die Atemwegserkrankungen mit 18 Prozent. Mediziner unterscheiden zwischen den oberen und unteren Atemwegen. Zu den Erkrankungen der oberen Atemwege gehören Krankheiten der Nasennebenhöhlen und Kieferhöhlenentzündungen. Die Bronchitis hingegen wird zu den Krankheiten der unteren Atemwege gezählt.

Übergewicht

Gemeinsam mit den Atemwegserkrankungen ist die Fettstoffwechselstörung die dritthäufigste Krankheitsursache in Deutschland. Eine Störung des Stoffwechsels ist das Übergewicht, das auf falsche Ernährung und Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Laut des Europäischen Statistikamts sind 60 Prozent der Deutschen übergewichtig.

Diabetes

Eine weitere Fettstoffwechselstörung ist die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus. Dabei wird zwischen Typ 1 und Typ 2 unterschieden. Typ 2 ist auf das Übergewicht zurückzuführen.

Rückenschmerzen

Mit 24,1 Prozent sind die Rückenschmerzen das zweithäufigste Volksleiden der Deutschen. Diese Zahl schlägt sich auch in den Krankheitstagen nieder. 13 Tage lässt sich der Bundesbürger wegen dieser Erkrankung krankschreiben.

Bluthochdruck

25,7 Prozent der deutschen Bundesbürger leiden an Bluthochdruck. Damit belegt diese Erkrankung den ersten Platz. Die Ursachen sind vielfältiger Natur. Außer der genetischen Veranlagung spielen Stress, Bewegungsmangel und ein überhöhter Alkoholkonsum eine wesentliche Rolle. Wird die Erkrankung nicht behandelt, drohen Herzinfarkt und Schlaganfall.

Benzol kann nachweislich zu schweren gesundheitlichen Schäden wie etwa Krebs führen. Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO gibt es für Benzol keinen unbedenklichen Wert. Sie hält es deshalb für angebracht, die Innenraumkonzentration weitgehend zu reduzieren. Toxikologen mahnen beim Benzol ein generelles Minimierungsgebot an.

Sämtliche mit den "Markt"-Recherchen konfrontierten Hersteller und Händler der Pfannen sehen nicht, dass von ihren Produkten eine Gefahr für die menschliche Gesundheit ausgehen könne. Immerhin zwei Händler räumten "Markt" gegenüber jedoch ein, dass bei einer Überhitzung der von ihnen vertriebenen Anti-Haft-Pfannen der Austritt von Benzol möglich sei. Zwar wird in deren Gebrauchsanleitungen vor zu starker Erhitzung in leerem Zustand gewarnt - ein Hinweis auf das dabei freigesetzte Benzol ist jedoch nicht vorhanden. Bei der dritten untersuchten Pfanne fehlt jegliche Warnung vor einer Überhitzung des Produkts. Mehr zum Thema in der Sendung "Markt" am Montag, 26. August 2013, um 20.15 Uhr im NDR Fernsehen.

Von

ck

Kommentare (7)

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Account gelöscht!

25.08.2013, 11:38 Uhr


bla bla bla bla ...
*
bei unsachgemäßer Behandlung ist (fast) alles was wir benutzen gefährlich. Sei es die Elektrizität, das Feuer, Rauchen, Wasser, Autofahren, Telefonieren, Fernseh gucken, Sex, Messer Gabel, Schere, ... und tausende anderer Dinge.
*
also bitte den Ball flach halten!

kosmonaaut

25.08.2013, 11:48 Uhr

unabhängig vom freigesetzten benzol bestand schon immer gefahr bei teflonpfannen. einfach mal unter polymerfieber auf wikipedia nachschauen: http://de.wikipedia.org/wiki/Polymerfieber

auch ich meine: ball flach halten!

Adamantan

25.08.2013, 12:01 Uhr

Beim Tanken atmet man wesentlich mehr Benzol ein, als eine Pfanne je freisetzen könnte. Sehr gefährlich sind ist eher die Fluorwassertoffsäure bzw. ihre Derivate, welche be Überhitzung leicht entstehen können und nach 12 Stunden zu einem tödlichen Lungenödem führen können.

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