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18.05.2012

11:27 Uhr

Gesundheitskonzern

Fresenius verschiebt Übernahme-Angebot für Rhön

3,1 Milliarden Euro will der Gesundheitskonzern Fresenius für den Konkurrenten Rhön-Klinikum bieten. Noch aber läuft das Prüfungs- und Genehmigungsverfahren, deshalb wird das offizielle Angebot erst nächste Woche kommen.

Fresenius greift nach dem Konkurrenten Rhön-Klinikum. dpa

Fresenius greift nach dem Konkurrenten Rhön-Klinikum.

Der Gesundheitskonzern Fresenius legt sein 3,1 Milliarden Euro schweres Übernahmeangebot für den Konkurrenten Rhön-Klinikum etwas später vor als anvisiert. Da das Prüfungs- und Genehmigungsverfahren mit der Finanzaufsicht BaFin noch laufe, werde die offizielle Offerte erst in der kommenden Wochen veröffentlicht, sagte ein Fresenius-Sprecher am Freitag der Nachrichtenagentur Reuters. Das Unternehmen hatte die Angebotsunterlagen am 4. Mai bei der BaFin eingereicht und ursprünglich geplant, die Offerte am Freitag vorzulegen.

Die wichtigsten Eckdaten des Angebots sind bereits bekannt. Fresenius bietet 22,50 Euro je Aktie und muss mehr als 90 Prozent der Papiere einsammeln, damit die Übernahme gelingt. Diese Bedingung hat Fresenius-Chef Ulf Schneider gesetzt, weil die Rhön-Satzung diese Hürde für alle wichtigen Beschlüsse vorschreibt.

Das Rhön-Management hat sich zur Fresenius-Offerte bisher bedeckt gehalten und prüft Finanzkreisen zufolge auch Alternativen. Als potenzielle Kandidaten für eine Gegenofferte gelten Asklepios und Sana - die beiden anderen großen privaten Klinikbetreiber in Deutschland. Nur sie könnten durch eine Fusion mit Rhön ähnliche Synergien erzielen wie Fresenius. Beide Unternehmen haben sich bisher nicht zu dem Thema geäußert.

Eine Gegenofferte sei derzeit allerdings nicht in Sicht, sagten mehrere mit dem Prozess vertraute Personen. Wenn einige Kleinaktionäre vergessen, ihre Papiere anzudienen, und sich Konkurrenten oder Hedge Fonds bei Rhön einkaufen, könne die Übernahme jedoch trotzdem scheitern. Der Aktienkurs von Rhön deutet ebenfalls darauf hin, dass einige Marktteilnehmer mit einem Platzen des Deals rechnen. Die Rhön-Aktie verlor am Freitag 0,2 Prozent auf 21,43 Euro und lag damit deutlich unter dem Fresenius-Angebotspreis von 22,50 Euro.

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