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09.02.2017

15:06 Uhr

Getränkekonzern

Fitness-Trend macht Coca-Cola zu schaffen

Coca-Cola meldet für das abgelaufene Quartal einen Einbruch des Nettogewinns. Neben dem starken Dollar waren dafür auch die Inflation in Lateinamerika verantwortlich – und der Fitness-Trend. Der Ausblick fällt trüb aus.

Der Konzern leidet bereits seit längerem unter dem Fitness-Trend, der Verbraucher vermehrt zu stillem Wasser, Smoothies oder Tee statt zu Limonade greifen lässt. Reuters, Sascha Rheker

Coca-Cola

Der Konzern leidet bereits seit längerem unter dem Fitness-Trend, der Verbraucher vermehrt zu stillem Wasser, Smoothies oder Tee statt zu Limonade greifen lässt.

AtlantaBeim US-Getränkeriesen Coca-Cola sind die Erlöse zum Jahresende weiter gesunken. Im vierten Quartal ging der Umsatz verglichen mit dem Vorjahreswert um sechs Prozent auf 9,4 Milliarden Dollar (8,8 Milliarden Euro) zurück, wie der Pepsi-Rivale am Donnerstag mitteilte.

Wegen Fitnesstrends in vielen westlichen Ländern setzt Coca-Cola verstärkt auf weniger zuckerhaltige Alternativen zu klassischen Softdrinks. Doch obwohl das Geschäft etwa mit Tee oder Saft Wachstum verzeichnet, nahm der weltweite Getränkeabsatz um ein Prozent ab.

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Coca-Cola macht aber auch den starken Dollar, der Auslandseinnahmen nach Umrechnung in die US-Währung reduziert, sowie Kosten für den Konzernumbau für den Rückgang der Erlöse verantwortlich. Auf vergleichbarer Basis habe es ein Plus von sechs Prozent gegeben.

Der Überschuss brach indes sogar um 56 Prozent auf 550 Millionen Dollar ein. Grund waren allerdings vor allem Sonderfaktoren wie etwa eine Steuergutschrift im Vorjahreszeitraum.

Insgesamt übertrafen die Quartalszahlen die Prognosen der Analysten. Allerdings gab der Konzern einen unerwartet trüben Ausblick für das Geschäftsjahr 2017 ab. Coca-Cola geht davon aus, dass das bereinigte Ergebnis um ein bis vier Prozent sinken wird.

Der Konzern rechnet weiter mit starkem Gegenwind durch negative Wechselkurseffekte und Umstrukturierungen. Das kam bei Anlegern nicht gut an. Die Aktie gab vorbörslich um zwei Prozent nach.

Coca-Cola-Chef Muhtar Kent zeigte sich trotzdem zufrieden. Es sei gelungen, das Quartal im Rahmen der eigenen Erwartungen abzuschließen. Kent wird sein Amt am 1. Mai an den bisherigen Vorstand für das operative Tagesgeschäft James Quincey übergeben.

Im gesamten abgelaufenen Geschäftsjahr schrumpften die Erlöse um fünf Prozent auf 41,9 Milliarden Dollar. Unter dem Strich ging der Gewinn um elf Prozent auf 6,5 Milliarden Dollar zurück.

Von

rtr

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