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21.08.2013

12:34 Uhr

Getränkekonzerne

Heineken und Carlsberg machen weniger Gewinn

Die Europäer geben weniger für Bier aus. Das belastet die Bilanz des drittgrößten Bierbrauers Heineken. Auch die Brauerei Carlsberg hat mit sinkenden Gewinnen zu kämpfen. Allerdings hilft der starke Absatz in Asien.

Der Bierbrauer Heineken geht in diesem Jahr von keinem Wachstum beim Gewinn aus. Reuters

Der Bierbrauer Heineken geht in diesem Jahr von keinem Wachstum beim Gewinn aus.

Frankfurt/KopenhagenDer weltweit drittgrößte Bierbrauer Heineken rechnet aufgrund des schwachen Frühjahrs in Europa mit einem gebremsten Umsatz in diesem Jahr. Beim Gewinn vor Sonderfaktoren sieht der Konzern kein Wachstum, da die europäischen Verbraucher ihre Ausgaben einschränken.

Der Absatz sei weiter gegenüber den Erwartungen nach dem ersten Quartal zurückgeblieben, erklärte Vorstandschef Jean-Francois van Boxmeer am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. „Das zweite Quartal liegt aus wohlbekannten Gründen deutlich unter unseren Erwartungen, und das wird Auswirkungen auf den Gesamtausblick für das Jahr haben.”

Der konzernweite Absatz ist in der ersten Jahreshälfte um Akquisitionen und Verkäufe bereinigt um drei Prozent gesunken, wie das Unternehmen mit Hauptsitz in Amsterdam am Mittwoch mitteilte. Besonders deutlich fiel der Rückgang in Westeuropa mit acht Prozent aus, nachdem Frankreich Bier mit höheren Steuern belegt und kaltes Wetter den Absatz gedämpft hatte, so Heineken. Im April hatte der Bierkonzern erklärt, er sehe dieses Jahr ein langsameres Umsatz- und Absatzwachstum als bisher erwartet, nachdem Unruhen in Nigeria und ein schwacher Absatz in Europa im ersten Quartal auf den Umsatz drückten.

Beim Nettogewinn sieht Heineken ohne Berücksichtigung von Zukäufen und Verkäufen in diesem Jahr kein Wachstum. In der ersten Jahreshälfte lag der Nettogewinn auf dieser Basis bei 679 Millionen Euro, nach 688 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Analysten hatten vor Bekanntgabe der heutigen Zahlen für das Gesamtjahr ein Gewinnwachstum im niedrigen einstelligen Bereich erwartet.

Der bereinigte Gewinn vor Steuern und Zinsen und ohne Berücksichtigung von Sonderfaktoren stieg von 1,15 Milliarden Euro auf 1,33 Milliarden Euro. Analysten hatten hier im Mittel einen Wert von 1,34 Milliarden Euro prognostiziert.

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