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16.09.2011

16:21 Uhr

Gewerkschaft

Fluglotsen lehnen Schlichterspruch ab

Im Tarifstreit mit der Deutschen Flugsicherung (DFS) haben die Fluglotsen den Kompromissvorschlag des Schlichters abgelehnt. Streiks gibt es deshalb aber nicht - vorerst.

Fluglotsen kontrollieren im Kontrollzentrum der Deutschen Flugsicherung (DFS) bei der Arbeit. dapd

Fluglotsen kontrollieren im Kontrollzentrum der Deutschen Flugsicherung (DFS) bei der Arbeit.

FrankfurtDie Fluglotsen-Gewerkschaft GdF teilte ihre ablehnende Haltung am Freitag mit. Die Schlichtungsgespräche würden aber weitergehen. In dieser Zeit herrsche Friedenspflicht, die mindestens noch bis Anfang Oktober gilt. Die Flugsicherung hatte den Schlichterspruch zuvor angenommen.

Durch die Fortsetzung der Verhandlungen auf der Grundlage des Schlichterspruchs ist der im Sommer angedrohte Streik der Fluglotsen ist in noch weitere Ferne gerückt.

GdF-Verhandlungsführer Dirk Vogelsang machte klar, dass man die Schlichtungsempfehlung des Münchener Juristen Volker Riebel in einigen Punkten noch nicht für ausreichend halte. „Es wird in den Verhandlungen nicht nur darum gehen können, wie man die Vereinbarungen schriftlich fixiert. An einigen Stellen muss noch nachgebessert werden.“ Über das Entgelt sei man sich weitgehend einig, strittig seien aber insbesondere die von der GdF verlangten Besetzungsregeln für bestimmte Stellen in der Flugsicherung, sagte der Rechtsanwalt.

Die bundeseigene DFS hatte hingegen die Annahme des Schlichterspruchs erklärt, der noch einmal deutliche Zugeständnisse des Unternehmens erfordere. Es gehe jetzt nur noch um redaktionelle Gespräche, um die Details der Verträge zu klären.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

17.09.2011, 01:32 Uhr

Hierzu gibt es einen interesanten Artiklel im "Hamburger Abendblatt".
http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article1990121/Ein-Hamburger-Fluglotse-verteidigt-sich.html

Zitat:
Der ältere Herr im Fitnessklub sah eigentlich ganz harmlos aus. "Sind Sie nicht Fluglotse?", fragte er Michael Schulte* Anfang dieser Woche. "Ja", antwortete der 45 Jahre alte Familienvater arglos. "Ich muss morgen dringend nach München", sagte der Mann. "Wenn mein Flug wegen Ihnen ausfällt, prügele ich Sie windelweich." (...)
Schulte selbst arbeitet derzeit zwischen 17 und 19 Tage im Monat und bezieht dafür ein Monatsgehalt von rund 7000 Euro brutto. Es ist ein Teilzeitjob, den der Familienvater ausübt, Vollzeit sind in Hamburg 21 Arbeitstage mit rund 36 Wochenstunden für ein Gehalt von 8500 bis 8800 Euro üblich. (...)
Schulte selbst arbeitet derzeit zwischen 17 und 19 Tage im Monat und bezieht dafür ein Monatsgehalt von rund 7000 Euro brutto. Es ist ein Teilzeitjob, den der Familienvater ausübt, Vollzeit sind in Hamburg 21 Arbeitstage mit rund 36 Wochenstunden für ein Gehalt von 8500 bis 8800 Euro üblich.

Account gelöscht!

20.09.2011, 13:50 Uhr

@ pandora
Stimmung beim "Hamburger Abendblatt"!
Wie heißen doch gleich die Verleger? Springer oder so?
Der "arme" Mann der unbedingt nach München fliegen muß!
Offensichtlich gibt es keine andere Möglichkeit um nach München zu gelangen. Laufen würde ich auch nicht.

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