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02.07.2014

13:35 Uhr

Gewerkschaften schließen sich zusammen

Der Kampf gegen Amazon wird international

Verdi bestreikt den Onlinehändler bereits seit Monaten. Nun holt sich die Gewerkschaft international Verstärkung: Verdi hat nach Berlin geladen, um eine internationale Strategie für bessere Löhne bei Amazon auszutüfteln.

Verdi bestreikt Amazon schon seit Monaten. Nun holt sich die Gewerkschaft international Verstärkung. dpa

Verdi bestreikt Amazon schon seit Monaten. Nun holt sich die Gewerkschaft international Verstärkung.

BerlinIm Dauerstreit um mehr Geld für Beschäftigte des weltweit tätigen Versandhändlers Amazon wollen Gewerkschafter nun auch grenzübergreifend vorgehen. Arbeitnehmervertreter aus Polen, Tschechien, Großbritannien und den USA trafen am Mittwoch in Berlin zusammen, um den Kampf für bessere Arbeitsbedingungen zu koordinieren. „Die internationale Solidarität und grenzübergreifende Vernetzung von Gewerkschaften ist ein wichtiges Signal an Amazon“, teilte die Gewerkschaft Verdi als Gastgeber mit. Konkrete Pläne gab sie nicht bekannt, die Beratungen dauern bis Donnerstag.

In Deutschland beschäftigt Amazon an neun Standorten mehr als 9000 Mitarbeiter. Verdi versucht seit Monaten, Amazon mit Streikaktionen zu Tarifverhandlungen zu bewegen, die sich an den Bedingungen des Einzelhandels orientieren. Amazon lehnt das ab und sieht sich selbst als Logistiker, dessen Bezahlung schon am oberen Ende des branchenüblichen Niveaus liege.

Geschäftsfelder von Amazon

Online-Handel

Mit Büchern fing alles an, doch mittlerweile hat Amazon eine breit gefächerte Produktpalette. Der US-Konzern verkauft inzwischen auch CDs, DVDs, Kleidung und Elektronik. Auch mit der Lieferung von Lebensmitteln experimentiert das Unternehmen.

Eigene Hardware

Ob Kindle oder Kindle Fire: Amazon bietet eigene E-Reader und Tablet-Computer an. Die Hardware ist in der Regel sehr günstig – Geld will das Unternehmen mit dem Vertrieb digitaler Medien wie E-Books verdienen.

Verkaufsplattform

Nicht alles, was bei Amazon angeboten wird, stammt aus den Lagerhäusern des Konzerns. Er stellt seine Verkaufsplattform Marketplace auch Privatleuten und anderen Händlern zur Verfügung – natürlich gegen Kommission.

IT-Dienste

Der weltgrößte Online-Einzelhändler ist auch ein führender Anbieter von IT-Diensten. Bei den „Amazon Web Services“ geht es um das sogenannte Could Computing: Unternehmen, Behörden oder Software-Entwickler können Rechenleistung, Speicherkapazitäten und damit verbundene Dienstleistungen mieten. Der Vorteil: Man spart an der eigenen Computertechnik und kann auch flexibel auf Nachfrage-Schübe reagieren.

Von

dpa

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